Sicher und geschützt wohnen
von Markus Feltscher, Direktor der Gebäudeversicherung Graubünden
Der Klimawandel ist Tatsache. Er beeinflusst unser Leben durch intensivere und lokale Starkregen, welche Überschwemmungen, Oberflächenwasser und Rüfen auslösen. Stürme und Hagelereignisse nehmen ebenfalls zu. Die Schweiz ist davon doppelt so stark betroffen wie der weltweite Durchschnitt. Es genügt nicht mehr, nur die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen. Grundeigentümer müssen auch ihre Liegenschaften schützen. Defekte Storen sind unangenehm, ein überschwemmter Keller jedoch muss zuerst ausgepumpt und wochenlang getrocknet werden. Nicht zu reden von den lieb gewonnenen Dingen, die im Untergeschoss lagern und durch ein Ereignis möglicherweise irreversibel zerstört werden.
Sicher bauen, Bestehendes schützen
Gute Planung und nachhaltiges Bauen werden immer wichtiger, um sicher und geschützt wohnen zu können. Wirtschaftliches und flächensparendes Bauen muss mit Sicherheit und Lebensqualität verbunden werden. Ingenieure, Architekten, Bauherren und Gebäudeeigentümer sind daher gefordert. Resiliente Gebäude zu realisieren ist bei Neubauten am einfachsten zu bewerkstelligen – aber oft mit kleinen Mehrkosten verbunden. Ein etwas höherer Lichtschacht, eine leicht erhöhte Garageneinfahrt oder ein Stellriemen zur Strasse kosten wenig. Hingegen ist es teurer, bestehende Bauten anzupassen. Der Naturgefahrenpräventionsexperte der Gebäudeversicherung Graubünden GVG berät in der Planungsphase und begleitet bei Bedarf auch die Bauphase. Er prüft die Verhältnismässigkeit und hilft, wirtschaftliche Lösungen zu finden. Dabei kann er bei bestehenden Bauten einen Beitrag von 25 Prozent der anrechenbaren Kosten sprechen.
Weitere Informationen bezüglich des Beitragswesens können auf der Webseite der GVG eingesehen werden.