Eine gute «Mise en Place»
Dies hatte zur Folge, dass neben dem Geschäft zur Schaffung eines Gesetzes zur digitalen Verwaltung auch viele Aufträge und Anfragen vonseiten des Grossen Rates eingingen. Diese wurden dann ausführlich und emotional diskutiert.
In seiner Eröffnungsrede richtete Standespräsident Franz Sepp Caluori einen klaren Appell an uns Grossräte, ganz im Sinne eines guten «Mise en Place» die Vorarbeiten zu leisten, um die wirtschaftliche Entwicklung durch das Schaffen von guten Rahmenbedingungen zu fördern und sicherzustellen. Der Grosse Rat trage eine grosse Verantwortung, den ganzen Kanton Graubünden mit seinen Zentren, aber auch mit seinen peripheren Regionen zu fördern, zu unterstützen und vorwärtszubringen. Dafür müsse man auch mal innovative neue Wege gehen.
Digitale Zukunft
Dass ein Gesetz zur digitalen Verwaltung geschaffen werden muss, war von allen Seiten unbestritten. Es braucht gesetzliche Grundlagen, um eine sinnvolle Umsetzung zu gewährleisten, mit dem Ziel eines kantonalen E-Government-Portals, über das künftig digitale Behördenleistungen abgewickelt werden können.
Zu reden gaben inhaltliche Punkte wie beispielsweise Fristen oder die Abschaffung von analogen Möglichkeiten. Gerade für ältere Menschen oder Personen ohne diese technischen Mittel sind digitale Abläufe schwierig oder sogar unmöglich. Trotzdem war man sich im Rat schlussendlich mehrheitlich einig, dass es dort, wo sinnvoll und notwendig, weiterhin beide Varianten geben soll, aber ohne Pflicht, dies überall anzubieten. Der Einführung des abgeänderten Gesetzes wurde einstimmig zugestimmt. In der Dezember-Session wird dann über die Finanzierung dieses Gesetzes debattiert.