Serie von Angriffen auf Ölinsel und Verkehrswege im Iran
Schon kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an Teheran sind im Iran zahlreiche Verkehrswege und die Ölindustrie bombardiert worden. Betroffen war auch die Insel Charg an der Strasse von Hormus, die der Iran faktisch blockiert.
Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Trump hat Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Strasse von Hormus eine Frist gesetzt, die um 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch abläuft. «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen.
Zwar hatte Trump dieses Ultimatum bereits drei Mal verschoben, nun aber mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seiner jüngsten Frist gedroht, sollte der Iran nicht einlenken.
Angriffe auf Autobahnen und das Schienennetz
In der Provinz Ost-Aserbaidschan wurde eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt, wie Irna berichtete. In derselben Provinz sei eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, meldete die Zeitung «Etemad». Nahe der Pilgerstadt Ghom wurde laut iranischen Medien eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt angegriffen.
Die staatliche und englischsprachige Zeitung «Tehran Times» meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran. Die mächtigen Revolutionsgarden drohten mit Vergeltung und kündigten Raketenangriffe auf Industrie, Infrastruktur und Militärziele in Israel an, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.
Neue Explosionen auf Ölinsel Charg