Selbstfahrender Bus in Arbon TG befördert 15'000 Passagiere
Der selbstfahrende Linienbus «Artour» in Arbon hat während des ersten Jahres einer Testphase rund 15'000 Passagiere befördert. Nun steht der nächste Schritt bevor: Das Begleitpersonal soll im kommenden Jahr schrittweise durch einen sogenannten Teleoperateur abgelöst werden, der den Bus bei Bedarf aus der Ferne steuern kann.
Seit einem Jahr dreht der Linienbus «Artour» seine Runden durch die 30er-Zonen im Zentrum von Arbon. Auf seiner 2,5 Kilometer langen Strecke vom Bahnhof an den See und durch die Altstadt legte der selbstfahrende Elektrobus bisher in 4000 Fahrten mehr als 10'000 Kilometer zurück. Das teilt die für den Bus verantwortliche Technische Gesellschaft Arbon (TGA) mit.
Noch sitzt zur Sicherheit eine Person hinter dem Steuer, um die Fahrten zu überwachen und eingreifen zu können, falls der autonome Bus ein Fahrmanöver in einer Verkehrssituation nicht mehr selber vollziehen kann. Doch das sollte sich bald ändern.
Hindernisse sind die grösste Herausforderung
96 Prozent seiner Fahrzeit absolviert der Linienbus heute absolut selbstfahrend, erklärt Projektleiter Hansueli Bruderer der Nachrichtenagentur Keystone SDA. Die Gründe für die manuellen Eingriffe in der restlichen Zeit seien fast ausschliesslich auf die engen Strassenverhältnisse zurückzuführen.
Die grösste Herausforderung seien Hindernisse auf der Strasse, schreibt die TGA in einer Mitteilung. Dazu gehörten etwa nicht korrekt parkierte Autos und Lastwagen oder Fahrzeuge, die kurzzeitig für Güterumschlag auf der Strasse anhalten. Schwierigkeiten können dem selbstfahrenden Bus auch unvermittelt vorbeifahrende Velofahrer bereiten, heisst es in der Mitteilung weiter.