Schweizerinnen mit Arbeitssieg zum Auftakt
Das Schweizer Frauen-Nationalteam startet erfolgreich in die WM-Qualifikation. In Lausanne setzt sich das Team von Trainer Rafel Navarro mit 2:0 gegen Nordirland durch.
Sieben Monate nach der Heim-EM bestritt die Schweiz das erste Pflichtspiel seit dem Grossanlass. An der Seitenlinie stand nicht mehr Pia Sundhage, die das Team in den letzten zwei Jahren betreute und durch die historische Endrunde führte.
Nun dirigiert Rafel Navarro die Equipe um Captain Lia Wälti. Der Katalane, der jahrelang als Assistent der Frauen des FC Barcelona amtete, steht für offensiven, attraktiven Fussball. Und genau den wollte er den 4165 Zuschauern im Stade de la Tuilière am Dienstagabend bieten, was allerdings nur ansatzweise gelang.
Xhemaili und Fölmli treffen
Immerhin: Nach zwei verlorenen Testspielen zu Beginn seiner Amtszeit resultierte im ersten Pflichtspiel unter Navarro ein ungefährdeter Sieg. Riola Xhemaili eröffnete den Torreigen in der 22. Minute. Nach einem Corner, den die Gäste nicht klären konnte, schaltete sie am schnellsten und traf aus zehn Metern sehenswert. Die eingewechselte Svenja Fölmli sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand.
Auch wenn den Schweizerinnen längst nicht alles gelang, sich immer wieder Fehlpässe einschlichen und falsche Entscheide getroffen wurden, war erkennbar, dass sie den Plan ihres Trainers umzusetzen versuchten. Im 4–3-3-System liessen sie den Ball zirkulieren und die Gegnerinnen laufen. Bis auf das Tor von Xhemaili wollte trotz einiger guter Möglichkeiten jedoch lange kein weiterer Treffer gelingen.
Kaum Gegenwehr von Nordirland
Bei allen Offensivbemühungen stimmte die Balance, auch wenn die Schweizerinnen von den Nordirinnen defensiv nie wirklich gefordert wurden. Livia Peng, die schon an der EM das Tor hütete und nun auch von Rafel Navarro das Vertrauen erhielt, musste nur einmal eingreifen.