Schweizer Mixed-Staffel im Biathlon nahe am Sieg
Die Schweizer Mixed-Staffel im Biathlon sorgt am Sonntag in Estland mit dem 2. Platz für eine dicke Überraschung. Das sind die Fakten des Wintersport-Tages.
Der Schweizer Mixed-Staffel gelingt beim Biathlon-Weltcup im estnischen Otepää ein Exploit. Rang 2 hinter Schweden war für das Swiss-Ski-Quartett gleichbedeutend mit der Egalisierung der besten Leistung in der Geschichte dieser Disziplin.
In der Besetzung Sebastian Stalder, Joscha Burkhalter, Aita Gasparin und Lena Häcki-Gross hielt sich die Schweiz vom Start weg in der Spitzengruppe. Neben dem läuferischen Aspekt stimmte auch die Darbietung am Schiessstand: Insgesamt mussten die Schweizer nur sechsmal nachladen.
Häcki-Gross schon 2018 dabei
Am Ende betrug der Rückstand auf die Sieger aus Schweden 28,6 Sekunden. Häcki-Gross, die bislang eine schwierige Saison erlebte, verteidigte dabei den 2. Platz gegenüber der US-Schlussläuferin so beherzt wie souverän.
Der zuvor einzige Schweizer Podestplatz in der Mixed-Staffel datierte vom 2. Dezember 2018, als man im slowenischen Pokljuka hinter Frankreich ebenfalls den 2. Platz belegte. Schon damals im Team dabei: Häcki-Gross – zusammen mit Elisa Gasparin, Benjamin Weger und Jeremy Finello.
Platz 10 für Meier/Hartweg
Biathlon. – Lea Meier und Niklas Hartweg belegen in der Single-Mixed-Staffel in Otepää den 10. Rang. Das Schweizer Duo bekundete bei sehr schwierigen Bedingungen grosse Probleme am Schiessstand und musste fünf Strafrunden absolvieren. Insgesamt benötigten Meier/Hartweg 19 Nachlader. Den Sieg sicherten sich die Norweger Sturla Laegreid und Karoline Knotten mit mehr als anderthalb Minuten Vorsprung auf das schwedische Duo Hanna Öberg/Sebastian Samuelsson.
Deschwanden ohne Glück in der Wind-Lotterie
Skispringen. – Am Tag nach seinem Erfolg am Holmenkollen, den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere, erlebte Gregor Deschwanden gleichenorts eine Enttäuschung. Bei erneut schwierigen Wind-Verhältnissen verpasste er als 38. die Qualifikation für den Finaldurchgang, der kurz darauf abgesagt wurde. Damit ging der Sieg an den 33-jährigen Japaner Tomofumi Naito, dessen bisheriges Bestergebnis im Weltcup ein 4. Rang war. Sandro Hauswirth, Felix Trunz und Simon Ammann belegten die Plätze 17, 25 und 41.