Schutz der Bienen soll in die Verfassung
Der Schutz der Bienen soll in der Schweizer Verfassung verankert werden. Deshalb lancieren die Schweizer Imker eine Bieneninitiative. Zurzeit wird der Initiativtext von der Bundeskanzlei geprüft.
Am 20. Mai, dem internationalen Tag der Bienen, soll die Unterschriftensammlung starten. Damit wollen die Bienenzuchtorganisationen den Schutz und das Fördern von Bienen und anderen einheimischen Bestäuberinsekten in der Bundesverfassung verankern. Zuerst hatten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» darüber berichtet.
Der Initiativtext wurde im Februar 2026 bei der Bundeskanzlei eingereicht, wie es auf der Webseite von BienenSchweiz heisst. Nun werde der Text von der Bundeskanzlei geprüft und gegebenenfalls durch den Trägerverein angepasst.
BienenSchweiz, die Société Romande d'Apiculture (SAR) und die Federazione Ticinese Apicoltori (FTA) werden über den weiteren Verlauf der Initiative an ihren Delegiertenversammlungen im Frühjahr 2026 abstimmen. Falls die Delegierten der Verbände mit der Weiterarbeit an der Initiative einverstanden seien, werde die Initiative am 20. Mai lanciert, dann starte voraussichtlich auch die Unterschriftensammlung.
Apisuisse vertritt als Dachverband die Interessen der rund 18'000 Imkerinnen und Imker in der Schweiz. Mitglieder sind die sprachregionalen Verbände BienenSchweiz (Imkerverband der deutschen und rätoromanischen Schweiz), die Société Romande d'Apiculture (SAR), und die Federazione Ticinese Apicoltori (FTA).
Fast 50 Prozent bedroht
Die Honigbiene ist laut BienenSchweiz nur eine von über 600 Bienenarten in der Schweiz. Diese seien zwar anzahlmässig nicht bedroht, aber auch sie litten unter übermässigem Pestizideinsatz und schwindendem Blütenangebot.