MINT-Kompetenzen erweitert
Hämmern, Fräsen, Programmieren, Konstruieren, Löten: Eine Woche lang konnten insgesamt rund 180 Schülerinnen und Schüler (3. bis 6. Klasse) anhand von problemorientierten Aufgabenstellungen aus ihrer Lebenswelt MINT-Inhalte entdecken. Angeleitet von Lernenden der beteiligten Betriebe sowie von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Graubünden, probierten die Kinder und Jugendlichen aus, experimentierten und freuten sich am Schluss über ein selbst erarbeitetes Produkt. Die diesjährige Bündner MINT-Woche hat in der Ems Chemie, in der RhB, in der Keller Laser, in der Trumpf Schweiz AG, in der Hamilton und in der Lehrwerkstatt für Schreiner sowie im Informatik-Ausbildungszentrum in Samedan stattgefunden. An der PH Graubünden programmierten die Teilnehmenden anhand der Spielfelder, welche gemeinsam mit den Lernenden der Firmen entwickelt worden waren, einen Roboter so, dass er unterschiedliche Aufgabenstellungen aus dem Alltag der einzelnen Firma lösen konnte.
Verbindung von Wirtschaft und Schule
Die Bündner MINT-Woche (MINT-CAMPs GR) verbindet Wirtschaft und Schule: Lernende der beteiligten Bündner Unternehmen und Institutionen arbeiten eng mit Studierenden der PH Graubünden zusammen. Gemeinsam begeistern sie Kinder und Jugendliche für praktische Tätigkeiten und unterrichten die Schülerinnen und Schüler im Betrieb vor Ort.
Die angehenden Lehrpersonen erweitern im Rahmen dieser Kooperation anhand von Hands-on-Erfahrungen ihr fachliches, fachdidaktisches sowie pädagogisches Wissen, und die Lernenden der Betriebe geben ihr erworbenes Wissen an die Kinder und angehenden Lehrpersonen weiter. Nazifi Shkëlqim, angehender Polymechaniker im 4. Lehrjahr in der Trumpf Schweiz AG, beschreibt seine Erfahrungen mit den Worten: «Meine Erwartungen bezüglich dem Wissenstand der Kinder wurde bei Weitem übertroffen. Sie arbeiten sehr selbstständig und konzentriert. Ich schätze die Zusammenarbeit mit den Studierenden und würde gerne für einen Besuch ins Schulzimmer gehen und dort mein Wissen weitergeben.»