Glarner Skigebiete könnten leer ausgehen
Noch schafft es die Sonne nicht über die Bergspitzen. Noch präsentiert sich die grösste Alp der Schweiz im Schattendasein. Vor dem Gasthaus «Urnerboden» warten Wintersportler. «Dann versuchen wir es einmal», meint ihr Tourguide, «ob wir nicht irgendwo doch noch Ski fahren können.» In der Nacht auf Montag hat es geschneit, geschätzte sechs Zentimeter. Das Thermometer zeigt minus drei Grad. Die Gruppe besteigt die Luftseilbahn, die sie auf den Fisetengrad führt.
«Die Gruppe könnte Glück haben», meint «Ureinwohner» Otto Walker, nachdem er die Passstrasse zwischen der ersten Galerie nach Linthal und dem Gasthaus vom wenigen Schnee geräumt hat. «Wenn die Gruppe Richtung Gemsfairenstock läuft, sollte es mit dem Ski fahren klappen.» Neben Walker steht Strassenmeister Fredi Gisler, der auf dem Urnerboden schon so einiges erlebt hat. «Nicht aber einen so schneearmen Winter.» Auch auf der Passhöhe liege nicht mehr Schnee als da unten. «Man könnte den Klausen mit dem Auto schaffen.»
Es braucht mindestens einen halben Meter Neuschnee
Kaum Schnee gibt es auch im Skigebiet von Elm: Bis auf Weiteres ist nur die Kinderarena mit den Zauberteppichen in Betrieb. Geöffnet sind die Bergrestaurants «Ämpächli» und «Älpli». Die «Munggä Hütte» bleibt geschlossen. Begehbar ist dafür der Wanderweg zum Hengstboden.
Wir brauchen jetzt mindestens einen halben Meter Neuschnee.»
Gabriela Heer, Tourismusverantwortliche von Braunwald