Schaffhausen baut Brustkrebs-Früherkennung und Notfallhilfe aus
Der Schaffhauser Regierungsrat hat am Freitag einen Ausbau der Gesundheitsvorsorge angekündigt. Ein neues Mammographie-Screening sowie der Einsatz von Forensic Nurses und First Responder stärken künftig die medizinische Versorgung im Kanton.
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit von insgesamt 1,285 Millionen Franken, um im Kanton Schaffhausen ein Mammographie-Screening-Programm einzuführen, wie Regierungsrat Marcel Montari (FDP), Vorsteher des Innendepartements, am Freitag vor den Medien sagte.
Die Vorlage sieht vor, dass Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Brustkrebs-Früherkennung erhalten. Das Programm soll nach aktuellem Planungsstand im vierten Quartal 2026 oder spätestens 2027 starten. Mit dem Kredit kann das Programm während acht Jahren angeboten werden.
Ziel des Vorhabens ist es, bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen, um die Heilungschancen zu erhöhen und die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs zu senken. Ursprünglich war der Start bereits für das Jahr 2025 geplant, musste jedoch aufgrund geänderter tariflicher Rahmenbedingungen und der Kündigung der vormaligen Partnerorganisation verschoben werden.
Vorsorge für Frauen im Fokus
Für die operative Umsetzung arbeitet der Kanton mit der Stiftung Krebsscreening Aargau zusammen, die künftig unter dem Namen Clario – Stiftung für Krebsvorsorge und Früherkennung – auftreten wird. Clario übernimmt die Organisation, die Qualitätssicherung und das Einladungswesen, während die medizinischen Untersuchungen in Schaffhausen durchgeführt werden.
Die finanzielle Hürde für die Frauen wird bewusst niedrig gehalten. Die Untersuchung ist im Rahmen des Programms von der Franchise befreit. Die Teilnehmerinnen müssen lediglich den gesetzlichen Selbstbehalt von zehn Prozent leisten, was laut Schätzungen der Gesundheitsbehörden einen Betrag von unter 20 Franken pro Untersuchung ausmacht.