Die nötige Pflege für den Bündner Wald
Von Annatina Schlegel und David Eichler
Von insgesamt 216'000 Hektaren Wald im Kanton Graubünden pflegten die öffentlichen Forstbetriebe und Forstunternehmen im vergangenen Jahr deren 3500, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Dabei wurden dem Wald 390'000 Kubikmeter Holz entnommen. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Gleich geblieben ist dabei die Menge an Holz, das dem Wald aufgrund von Schäden entnommen werden musste.
Alte und schwache Bäume entfernen
Gemäss Urban Maissen, Kantonsförster und Vorsteher des Amtes für Wald und Naturgefahren, geht es bei der Waldpflege um die Stärkung des Waldes. «Indem wir alte und schwache Bäume entfernen, sorgen wir für eine Verjüngung des Waldes und für stärkere Bäume», erklärt er gegenüber Radio Südostschweiz und ergänzt: «Wird der Wald nicht gepflegt, wird er instabil.»
Wald als bester Schutz gegen Naturgefahren
Gemäss Mitteilung ist ein stabiler und gesunder Wald der beste und preiswerteste Schutz vor Naturgefahren. Neun von zehn Bäumen in Graubünden gehören zum Schutzwald. «Er sorgt dafür, dass Dörfer und Verkehrsverbindungen sicherer sind. Gäbe es den Schutzwald nicht, müsste man Verbauungen machen, die teurer sind und in der Landschaft weniger schön anzuschauen sind», erklärt Maissen. Entsprechend stand im letzten Jahr die Pflege des Schutzwaldes wiederum im Vordergrund.