Glarner Schachspieler: Ein kurzer Moment der Schwerelosigkeit
von Martin Dürst und Daniel Jenny
Beflügelt von der erstmaligen NLB-Tabellenführung trat das Glarner Team erneut auswärts an, diesmal beim Schachklub Bodan in Kreuzlingen. Dank der Tatsache, dass bei Bodan zwei ihrer drei internationalen Meister fehlten, hatten die Glarner, die mit einer Top-Aufstellung antraten, leichte Vorteile. Würde der Glarner Höhenflug weitergehen? Schnell zeigte sich aber in der brütenden Hitze am Bodensee, dass der Match gegen die Thurgauer kein Spaziergang werden wird. Nach rund drei Stunden Spielzeit waren die Glarner gleich an mehreren Brettern unter Druck, und bei zwei Partien ging den Glarnern die Bedenkzeit aus.
Das erste Ergebnis war ein Unentschieden am Spitzenbrett. Ufuk Tuncer hatte eine frühes Remisangebot seines Gegners, seines Zeichens immerhin ein Internationaler Meister, abgelehnt. Dann aber musste er nach einigen Gewinnversuchen trotzdem ins Unentschieden einwilligen.
Die Glarner unter Zeitdruck
Erst in der Zeitnotphase folgte dann das zweite Ergebnis: wieder ein Unentschieden. Fabian Ferster hatte in hochgradiger Zeitnot eine schwierige Stellung auf dem Brett und akzeptierte mit wenigen Sekunden Restbedenkzeit ein Remisangebot seines Gegners. Schlimmer erwischte es Niko Pogan am dritten Brett. Er überschritt in einer komplexen und schwierig zu spielenden Stellung die Bedenkzeit.
Guido Neuberger gelang es aber nach rund viereinhalb Stunden Spielzeit am Brett 6, das Skore wieder auf 2:2 auszugleichen. Der Wettkampf wogte weiter hin und her. Laszlo Horvath hatte sich am 5. Brett aus einer schwierigen Stellung befreit und versuchte nun sogar einen Gegenangriff. Aber auch hier endete die Partie mit einem Unentschieden.