SBB kündigen Nachtarbeiten auf Tunnelbaustelle in Bassersdorf an
Die SBB haben am Freitag in Bassersdorf über bevorstehende, laute Nachtarbeiten informiert. Für die Sicherung der neuen Baugrube müssen Spundwände in den Boden gerüttelt werden. Eine neuartige Schallschutzmassnahme soll den Lärm reduzieren.
Im Gebiet Husmatten bei Bassersdorf entsteht derzeit die grösste Baugrube des gesamten Bauprojekts. Die Grube wird 500 Meter lang, zwischen 20 und 40 Meter breit und bis zu 25 Meter tief werden.
Um dieses riesige Loch im Boden zu sichern und die Stabilität der nahegelegenen Bahnstrecke zu gewährleisten, müssen sogenannte Spundwände in den Boden eingebracht werden. Josef Sautter, der Leiter des Projekts Brüttenertunnel, erklärte am Freitag vor den Medien die Herausforderungen dieser Arbeiten.
Diese über 20 Meter langen Stahlprofile werden mit schweren Spezialgeräten tief in die Erde eingerüttelt. Da sich die Baugrube unmittelbar neben den befahrenen Gleisen befindet, können aus Sicherheitsgründen nicht alle Arbeiten tagsüber ausgeführt werden. Einige Einsätze müssen zwingend in der Nacht stattfinden, wenn der reguläre Bahnverkehr ruht und die Gleise gesperrt sind. «Alles was geht, wird tagsüber gemacht», erklärte Sautter.
Lärmschutz wie eine Ziehharmonika
Um die betroffenen Anwohnenden so gut wie möglich vor dem nächtlichen Baulärm zu schützen, setzen die SBB bei dieser Baugrube auf einen neu entwickelten Lärmschutz. Dieser legt sich wie eine Ziehharmonika direkt um den besonders lärmigen Bereich der eingesetzten Maschine. Durch diese Konstruktion kann der anfallende Lärm für die Umgebung deutlich reduziert werden