Sam und Jamila machen sich bald auf den Weg nach Graubünden
Für die beiden Bären Sam und Jamila wird es bald Zeit, ihr aktuelles Zuhause im Zoo Skopje zu verlassen. Denn wie das Arosa Bärenland mitteilt, soll schon am Mittwoch, 18. Mai, die Reise in die Schweiz beginnen. Rund 2100 Kilometer Fahrt liegen vor den beiden Fellnasen. Wenn alles nach Plan läuft, sollten die beiden dann am Freitag, 20. Mai, in Arosa eintreffen.
Die Teams des Arosa Bärenlands und der Tierschutzorganisation Vier Pfoten seinen nun dabei, alles für den Transport und die Ankunft zu organisieren. Den Transport durchführen werde ein Team des Bärenwalds Belitsa (Vier Pfoten Bulgarien). Dabei werden die beiden Bären in einem speziellen, für Wildtiere ausgerüsteten Transporter der sogenannten Bärenambulanz überführt. In diesem Fahrzeug hätten die erfahrenen Spezialisten bereits den Bären Napa von Serbien nach Arosa transportiert. Ausserdem würden ein Wildtierarzt und Tierpfleger den Transport über die Grenzen begleiten, heisst es weiter.
So leben die Bären aktuell in Skopje:
Bessere Bedingungen in Arosa
Gemäss Plan soll die Bärenambulanz am Mittwoch von Nordmazedonien aus starten und nach Griechenland fahren, um dann offiziell in die EU einreisen zu können. Anschliessend führe der Weg des Transporters über Wasser. Mit der Fähre gehe es vom griechischen Hafen in Igoumenitsa nach Bari in Italien, um von da auf dem Strassenweg in die Schweiz zu fahren.
Hier sollen die Bären ein besseres Zuhause vorfinden als ihr aktuelles. Wie das Bärenland mitteilt, ist der Zoo Skopje stark renovierungsbedürftig. Deshalb wolle der Zoo schnellstmöglich mit den Renovierungsarbeiten beginnen. Mit der aktuellen Anzahl an Bären sei dies jedoch nicht möglich. Deshalb wollten die Zooverantwortlichen, dass Vier Pfoten zwei der insgesamt vier Tiere – ein 18-jähriges Bärenmännchen und seine gleichaltrige Schwester – dauerhaft übernehmen. Da dieser Schritt das Leben aller vier Bären erheblich verbessern würde, hat sich die globale Tierschutzorganisation bereit erklärt, das Geschwisterpaar aufzunehmen.
Sam und Jamila wurden als Jungtiere in den Zoo gebracht und leben seither dort. Sie werden getrennt gehalten in zwei Gehegen, die nur einige Hundert Quadratmeter gross sind. Trotz natürlichem Boden und Vegetation biete die Anlage zu wenige Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bären. Ausserdem hätten die Bären dort nicht immer Zugang zu Wasser, da die Becken undicht seien. (red)