Roger Köppel spricht über Europa
von Gabi Corvi
Die Kreispartei See-Gaster empfing die Gäste am Freitagabend standesgemäss mit Schöggeli, die mit dem Sujet «Alphornbläser vor Bergkulisse» zum Verzehr lockten. Dazu gab es Kugelschreiber und Flaschenöffner in Grün. Zur grossen Freude des Gastreferenten Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche», lag sein Blatt an jedem Platz bereit.
Schutz vor Terroranschlägen
Stefan Wäckerlin, Präsident der Kreispartei See-Gaster, war um die Begrüssung besorgt und brachte die Anwesenden mit Bildern von Weihnachtsmärkten nochmals in adventliche Stimmung. Dabei ging es ihm aber nicht um Glitzerkugeln und Glühwein, sondern um Betonpfeiler und in Geschenkpapier eingeschlagene Sandsäcke, welche die Veranstalter zum Schutz vor Terroranschlägen aufstellten. «Diese Kosten tragen wir alle mit», ergänzte Wäckerlin seine Ausführungen zu Bildern aus deutschen Städten.
Skeptisch gegenüber Europa
Als Roger Köppel die Bühne im «Seehof» betrat, brandete Applaus auf, und Bravo-Rufe kamen aus dem Publikum. Köppel revanchierte sich sogleich: «Mir ist es eine grosse Ehre im Wahlkreis der schönsten und gescheitesten Nationalrätin auftreten zu dürfen.» Damit war Barbara Keller-Inhelder gemeint.
Wo kämen wir hin, wenn Ausländer sogar ein Stimm- und Wahlrecht bekämen?»Roger Köppel, SVP-Nationalrat
Und schon kam Christoph Blocher ins Spiel und ebenso Roger Köppels Lieblingsthema – die EU. Er, als Journalist, hätte ja eigentlich von Haus aus meinen müssen, die SVP sei das real existierende Böse, gab er mit einem Lächeln zum Besten. Doch ein Interview im Jahr 2000 mit dem damaligen Politschwergewicht hätte ihm die Augen geöffnet: «Mir ist aufgefallen, dass nur die SVP den Mut hatte, Themen realistisch anzusprechen.»