Revierjagd St. Gallen kritisiert laufende Revision des Jagdgesetzes
Revierjagd St. Gallen, der kantonale Dachverband der St. Galler Jägervereine, ist gegen die geplante Abschaffung der Rothirsch-Hegegemeinschaften. Die Änderung ist Teil der laufenden Revision des St. Galler Jagdgesetzes.
Am 21. September ist die Vernehmlassung zum revidierten Jagdgesetz abgelaufen. Am Mittwoch meldete sich Revierjagd St. Gallen zu Wort. Der Verband vertritt die Interessen der Jägerinnen und Jäger im Kanton.
Grösste Teile der Gesetzesrevision würden begrüsst, heisst es in der Mitteilung. Widerspruch gibt es aber in einem zentralen Punkt, nämlich der geplanten Abschaffung der Rothirsch-Hegegemeinschaften.
Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Jagdrevieren, in denen Rothirsche regelmässig vorkommen. Der Kanton argumentiert in der Vorlage, nach mehr als 30 Jahren Erfahrung zeige es sich, dass die Hegegemeinschaften nicht die erhoffte Wirkung gebracht hätten. Sie könnten «nicht als Schlüssel für ein erfolgreiches Rothirschmanagement» bezeichnet werden.
Künftig soll deshalb die zuständige Stelle des Kantons die Abschussvorgaben für das Rotwild direkt gegenüber den Jagdgesellschaften verfügen. Der Kanton würde künftig auch die Zielerreichung je Revier überwachen und Massnahmen anordnen, falls die Vorgaben nicht erreicht werden.
Bisheriges System weiterentwickeln
Revierjagd St. Gallen teile die Auffassung, dass das Rothirschmanagement laufend überprüft und verbessert werden müsse, heisst es in der Mitteilung. Eine Abschaffung der Rothirsch-Hegegemeinschaften werde aber abgelehnt.