Nach Brand wird Restaurant nun wieder flott gemacht
Noch immer dominiert im Rapperswiler Restaurant «Paia Poké» der Geruch nach Feuer. Bald drei Wochen ist es her, als hier mutmasslich ein Heizkörper kurz vor Mitternacht einen Brand verursachte. «Ich lag im Bett. Das Auto war schon gepackt, um am nächsten Morgen in die Weihnachtsferien zu fahren», erinnert sich Inhaber Peter Affolter.
Dann klingelte sein Telefon: Polizei am Apparat. Affolter fuhr in der Nacht von seinem Wohnort Lachen nach Rapperswil, um sich ein Bild zu machen. Der Brand war da schon gelöscht. Fast 30 Feuerwehrleute standen im Einsatz, dazu der Rettungsdienst, das Kompetenzzentrum Forensik und mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen. Vorübergehend mussten sämtliche Bewohnende oberhalb seines Restaurants in der Marktgasse evakuiert werden – es gab keine Verletzten.
Im Innern traf Affolter auf ein – zumindest teilweise – arg verwüstetes Restaurant: viel Russ, Schmutz, zerrissene Kabel und Holzstücke – dazwischen Weihnachtsdeko und Pflanzen. Aufgrund des Brandes krachte der Heizkörper auf den Parkettboden. Trotzdem sagt Affolter mit ruhigem Berner Dialekt: «Zum Glück hat der Mann in der Wohnung oberhalb des Restaurants rasch den Rauchgeruch wahrgenommen und Alarm geschlagen.»
Verzögerte Aufräumarbeiten
Er sagt das, weil viele Bestandteile des Altstadtgebäudes aus Holz bestehen. So auch die Decke, wo ein völlig verkohlter Trägerbalken zu sehen ist. Dort war ursprünglich der Heizkörper befestigt. Er liegt noch immer auf dem Boden (Bild unten), der mittlerweile bloss grob gesäubert werden konnte.