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Schweiz und Welt

Repower ist gut unterwegs

Südostschweiz
30.08.2022, 09:28 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Wie Repower am Dienstag mitteilt, war das erste Halbjahr geprägt von massiven Preisanstiegen an den Energiemärkten. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe die Lage noch verschärft. Zudem waren die Preise an den Märkten für Strom und Gas extremen Schwankungen unterworfen.

Vor dem Hintergrund dieser Verwerfungen auf den Energiemärkten habe Repower ein solides operatives Ergebnis erzielt, schreibt der Stromkonzern weiter. Das sei insbesondere auf das gute Handelsergebnis zurückzuführen. Die hohen Energiepreise hätten im ersten Halbjahr einen positiven Einfluss auf das Handelsergebnis in der Schweiz. Repower habe aufgrund ihrer Absicherungsstrategie den Strom aus den eigenen Kraftwerken zu grossen Teilen im Voraus verkauft, weshalb sich Preisveränderungen erst verzögert auf das Ergebnis auswirken würden. 

Zu den wichtigsten Zahlen: Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (Ebit) der Gruppe ist gegenüber dem ersten Halbjahr im Vorjahr um 10 Millionen Franken auf 50 Millionen Franken gesunken. Ebenso ist der Gewinn der Repower gesunken: von 42 Millionen Franken auf 33 Millionen Franken.

Wenig Regen führte zu weniger Strom

Wie Repower weiter schreibt, wurde in den Wasserkraftwerken in der ersten Jahreshälfte rund 30 Prozent weniger Strom produziert. Die Hauptgründe dafür sind zum einen die unterdurchschnittliche Niederschlagsmenge und die spärlich ausgefallene Schneeschmelze. Zum anderen hatten auch die erfolgreich durchgeführte Revision des Kraftwerks Campocologno und die laufende Gesamterneuerung des Kraftwerks Robbia eine geringere Stromproduktion zur Folge. Die Stromproduktion aus Wind- und Solaranlagen in Italien stieg derweil um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Ferner hat die Repower im ersten Halbjahr in den Ausbau erneuerbarer Produktionsanlagen investiert. So flossen rund drei Millionen Franken in die Modernisierung und Erneuerung der bestehenden Solaranlagen in Italien. Das Dach des Repower-Werkhofs in Ilanz wurde mit 630 Solarmodulen ausgestattet. Weiter hat Repower entschieden, ein Bauprojekt für das Grosswasserkraftwerk Chlus im Prättigau auszuarbeiten. Das Projekt habe das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Versorgungssicherheit zu leisten. Die Investition für das erste Halbjahr beliefen sich gesamthaft auf 30 Millionen Franken. Davon wurden rund 21 Millionen in der Schweiz beziehungsweise in Graubünden investiert. (red)

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