Repond und Kaiser vor Olympia-Premiere
Mit Kimmy Repond und Livia Kaiser ist die Schweiz in Mailand im Eiskunstlauf der Frauen gleich doppelt vertreten. Beide stehen vor ihrem Olympia-Debüt.
Dass gleich zwei Schweizerinnen im Einzel an Olympischen Spielen starten, ist keine Selbstverständlichkeit. Letztmals war dies 1984 der Fall, als Sandra Cariboni und Myriam Oberwiler die Schweiz vertraten. Für die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina selektionierte Swiss Olympic nun wieder ein Duo: Kimmy Repond und Livia Kaiser. Beide haben sich ihr Ticket in einem schwierigen Jahr erkämpft.
Repond blickt auf eine lange Leidenszeit zurück. Nach monatelangen Fussproblemen und einer Odyssee mit unterschiedlichen Diagnosen stand zeitweise gar eine Operation im Raum. «Wenn ich im Dezember diese Operation gehabt hätte, weiss ich nicht, ob ich jetzt hier wäre», sagt die 19-jährige Baslerin drei Tage vor ihrer Olympia-Premiere gegenüber Keystone-SDA. Als dann endlich die Ursache für ihre Schmerzen gefunden war, habe sie" eine grosse Erleichterung" verspürt.
Niveau nochmals gesteigert
Ihr Comeback gab Repond Mitte Januar an der EM in Sheffield. Nach achtmonatiger Verletzungspause war es für die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2023 und WM-Fünfte von 2024 ihr erster Wettkampf der Saison. Mit Rang 7 durfte sie zufrieden sein.
Nach der EM verspürte sie wieder leichte Schmerzen, sagt sie, weshalb sie das Training leicht dosieren musste. «Dementsprechend konnte ich die Sprünge, die ich zwischen der EM und Olympia anpassen wollte, nicht wie geplant umsetzen.» Inzwischen ist sie wieder schmerzfrei und ihr Niveau sei nochmals deutlich besser als vor der EM, sagt Repond. Für Mailand formuliert sie ein klares Ziel: «Wenn ich zwei fehlerfreie Programme laufen kann, dann ist mein Ziel die Top 10.»