Reife Schweizer schlagen auch Schottland
Die Schweiz steht nach zwei Spielen in der Nations League mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Das Team von Murat Yakin zeigt in Glasgow einen souveränen Auftritt und gewinnt 3:0.
Nach dem souveränen Auftaktsieg in der Nations League gegen Nordmazedonien (3:0) war allen klar, dass am Dienstag ein härterer Brocken, die womöglich schwierigste Aufgabe in dieser Kampagne, auf das Team von Trainer Murat Yakin warten würde. Während Nordmazedonien in der Weltrangliste lediglich Position 70 belegt und in der letzten Kampagne der Nations League den Aufstieg in die Liga B schaffte, gingen die Schotten, die Nummer 42 der Welt, den umgekehrten Weg und stiegen aus der Liga A ab.
Die Schweizer liessen die durchaus vorhandene Stimmung von den Rängen des Hampden Park jedoch nie auf den Platz überschwappen. Von Beginn an liessen sie Ball und Gegner laufen. So auch in der 9. Minute, als nach einer flüssigen Kombination über mehrere Stationen Dan Ndoye alleine auf das Tor zog. Jack Hendry konnte den Schweizer nur noch regelwidrig stoppen. Schiedsrichter Nenad Minakovic entschied auf Penalty und Gelb für den Schotten. Da das Foul jedoch knapp ausserhalb des Strafraums stattgefunden hatte, schaltete sich der VAR ein. Statt Gelb und Penalty gab es Rot für den Sünder und einen Freistoss für die Schweiz.
Rodriguez mit seltenem Treffer
Den Jubel der schottischen Fans über den zurückgenommenen Penalty erstickte Ricardo Rodriguez im Keim. Er erwischte mit dem fälligen Freistoss Angus Gunn in der Goalie-Ecke. Für den Aussenverteidiger war es das erste Länderspieltor seit mehr als fünf Jahren.
Das Team von Murat Yakin kontrollierte in der Folge die Partie. Hinten liess die Abwehr um Captain Manuel Akanji und Nico Elvedi keinen einzigen Abschluss der Schotten aufs Tor zu. Im Zentrum strahlten Remo Freuler und Ardon Jashari jene Ruhe aus, die normalerweise von Granit Xhaka ausgeht. Und in der Offensive sorgten Johan Manzambi, Zeki Amdouni und vor allem Dan Ndoye immer wieder für Torgefahr.