Regionalentwicklung breiter abstützen und schlagkräftiger machen
Damit sollen Führung, Organisation, Partizipation und Kommunikation verbessert werden. Die Präsidentenkonferenz hat einem entsprechenden Antrag des Regionalausschusses am Montag, 7. Juni, in Klosters zugestimmt. Zudem wurden die Geschäftsberichte und Jahresrechnung 2020 genehmigt.
Die Regionalentwicklung ist in der Region Prättigau/Davos mit 140 Stellenprozenten vergleichsweise gut ausgestattet und setzt im Auftrag der Gemeinden eine Vielzahl von Projekten um. Verschiedene Entwicklungen führen nun zu einer Neuaufstellung. Dazu gehören seit Anfang Jahr eine neue Leistungsvereinbarung mit dem Kanton sowie die personellen Wechsel an den Spitzen der Gemeinden Davos und Klosters mit Landammann Philipp Wilhelm und Gemeindepräsident Hansueli Roth. Auch die Region selbst hat seit Anfang 2021 mit Werner Bär (Jenaz) einen neuen Präsidenten; zudem hat Valérie Favre Accola Mitte März die Leitung der Regionalentwicklung von Stefan Steiner übernommen, der die Region verlassen hat. Sie ist zusammen mit Georg Fromm für die operative Umsetzung zuständig.
Zu diesen äusseren Veränderungen kommen auch noch inhaltliche Überlegungen. Nach dem Nein zum Internationalen Naturpark Rätikon in den Prättigauer Gemeinden kann festgestellt werden, dass breite Kreise der Bevölkerung mit diesem Entwicklungsprojekt offensichtlich nicht angesprochen und überzeugt werden konnten. Auch sind Führung und Controlling der Regionalentwicklung schon länger ein Thema; diese Aufgaben sind fachlich und zeitlich nicht zu unterschätzen und für die bereits stark ausgelasteten Präsidentinnen und Präsidenten der Gemeinden eine Herausforderung.
Versuchsphase von vier Jahren
Ein Forum mit 20 bis 30 Mitgliedern soll die Regionalentwicklung nun in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik breiter abstützen. Unternehmen, Verbände, Interessengruppen sollen darin ebenso vertreten sein wie die jüngere Generation, die heute in den Gemeinden meist abseitssteht. Dieses Forum beschäftigt sich zwei- bis dreimal pro Jahr mit Themen der Regionalentwicklung, bringt Ideen ein, diskutiert Projekte und bereitet diese zuhanden der Gremien der Region vor. Die Präsidentin oder der Präsident dieses Forums ist zudem für die Führung der operativ tätigen Regionalentwickler verantwortlich. Mit Ausnahme des Präsidiums sind die Mitglieder des Forums ehrenamtlich tätig. Sie werden von der Präsidentenkonferenz gewählt.