Zum Hauptinhalt springen
Schweiz und Welt

Regierung will den Schneesport weiter fördern 

Südostschweiz
30.06.2022, 11:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Im Jahr 2016 liefen auf Bundesebene Bestrebungen, in der Schweiz ein Nationales Schneesportzentrum aufzubauen. Dieses sollte auch Schülerinnen und Schülern für Lager zugutekommen. Die Bündner Regierung äusserte sich damals positiv über den Standort Lenzerheide, der zur Diskussion stand und gab eine kantonale Machbarkeitsstudie in Auftrag. Mittlerweile ist der Bund von der Idee wieder weggekommen und verfolgt die Strategie von «drei bis vier dezentralen Wintersportzentren». 

Die Bündner Regierung will den Schneesport dennoch weiter fördern, wie sie am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. So habe auch die kantonale Machbarkeitsstudie gezeigt, dass «ein klarer Angebotsüberhang festgestellt wird und die Ankurbelung der Nachfrage nicht vom Neubau einer neu zu erstellenden Zentrumsinfrastruktur abhängig gemacht wird».

Ein Pilotprojekt für Förderungsmassnahmen

So sollen zukünftige Angebote bereits bestehende ergänzen und nicht konkurrenzieren oder gar verdrängen. Sowohl Kanton als auch Bund kommen zum gleichen Schluss: Für die nächsten Schritte sollen Ziele definiert werden und in die «regionalen Entwicklungsstrategien eingebettet werden», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zusätzlich sollen Förderprogramme in Betracht gezogen werden, um herauszufinden, wo die Nachfrage am grössten ist. 

Deshalb beauftragt die Regierung die Ämter für Volksschule und Sport sowie für Wirtschaft und Tourismus, «Grundlagen für ein Pilotprojekt zu schaffen und wirkungsvolle kantonale Fördermassnahmen vorzuschlagen». Diese sollen auch den Bezug von Bündner Schülerinnen und Schülern zum Schneesport stärken. (mor)

Mehr zum Thema: Sport, Kanton Graubünden