Regierung lehnt regionale Plattform zum Kompensieren von CO2 ab
Die Landräte der Grünliberalen reichten im Juni 2019 das Postulat «Kantonale CO2-Kompensationsplattform» ein. Der Regierungsrat wird darin aufgefordert zu prüfen, ob eine kantonale oder regionale CO2-Kompensationsplattform geschaffen werden kann. Damit könne man beim freiwilligen Kompensieren vermehrt auch Glarner Projekte unterstützen.
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat nun, das Postulat abzulehnen, wie in einer Medienmitteilung steht.
Hintergrund dieser CO2-Kompensationsplattform ist der Umstand, dass bei den einschlägigen Internet-Plattformen die freiwillige und individuelle CO2-Emissionskompensation hauptsächlich durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten im Ausland erfolgt. Der Regierungsrat ist der Meinung, dass der Treibhausgasausstoss im Kanton Glarus im Einklang mit der Klimastrategie 2050 des Bundesrates reduziert werden muss. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion des Ausstosses.
Erst in zweiter Linie sollen Kompensationsmassnahmen ergriffen werden. CO2-Kompensationen sind in der Klimapolitik zwar wichtig, stehen aber nicht im Vordergrund.
Schwändital als Beispiel
Das freiwillige Kompensieren ist nach Auffassung des Regierungsrates Privatsache und keine kantonale Aufgabe. Die Kompensation der individuellen CO2-Emissionen – vor allem bekannt im Zusammenhang mit Flugreisen – kann bereits heute mit geringem Aufwand gemacht werden. Solche Klimazertifikate sind nicht zuletzt kostengünstig, weil die Prüfung der ausländischen Reduktionsprojekte durch internationale Organisationen sichergestellt wird.
Es gebe aber sehr wohl bereits heute auch Klimakompensationsprojekte im Kanton Glarus, schreibt die Regierung. So fördert die Stiftung Myclimate die Renaturierung des Grossen Moos im Schwändital mit einem Beitrag als Klimaschutzprojekt im Inland. Dieses Projekt ist prominent auf der Webseite der Stiftung dargestellt.