Regelhüter planen mehr Macht für den VAR
Die Diskussionen über den Videoreferee könnten schon bald neue Dimensionen annehmen. Statt einer Beschränkung der Macht des VAR streben die Fussball-Regelhüter eine Ausweitung der Befugnisse an.
Das könnte bereits Folgen für die WM in diesem Sommer haben. Am Samstag stehen in Wales bei der Sitzung des International Football Association Board (IFAB) Regel-Änderungen zur Diskussion, die das Spiel massgeblich beeinflussen würden. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen vor dem Treffen der Regelhüter in der Nähe von Cardiff.
Welche Regel-Neuerungen sind beim VAR geplant?
Die wichtigste Neuerung: Jeder Eckball wird künftig auf seine Richtigkeit überprüft. So steht es in dem Regel-Entwurf auf der IFAB-Agenda. Dadurch soll verhindert werden, dass ein falsch zugesprochener Corner zu einem Torerfolg führt. Wichtig ist, dass der Entscheid in Echtzeit erfolgt, also keine langen Prüfzeiten wie bei anderen Video-Checks entstehen.
Gecheckt und möglicherweise korrigiert werden künftig auch Gelbe Karten, die als zweite Verwarnung zu einer Gelb-Roten Karte und damit einem Ausschluss führen. Keine Überprüfung gibt es für erste Gelbe Karten oder ausgebliebene Gelbe Karten, die zu einer Gelb-Roten Karte geführt hätten, es sei denn, es wurde nachweislich ein falscher Spieler oder das falsche Team bestraft.
Was steht noch auf der Agenda?
Das Spiel soll schneller und attraktiver werden, das hatte Gianni Infantino, der als FIFA-Präsident dem IFAB angehört, so gefordert. Zeitspiel ist der Feind des modernen Fussballs. Die sogenannte Acht-Sekunden-Regel für Goalies, die den Ball in den Händen halten, soll künftig auch bei Abstössen und Einwürfen gelten. Der Schiedsrichter zeigt den Countdown mit den Fingern an. Bei Verstössen gibt es einen Eckball oder Einwurf für das andere Team.