RAV stockt Personal in Chur und Samedan auf
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich aufgrund der Coronakrise verschärft. Lagen die Arbeitslosenzahlen in Graubünden Anfang Jahr bei den üblichen 1,2 Prozent, schossen sie binnen zweier Monate um über zwei Prozentpunkte auf 3,4 Prozent in die Höhe. Ein Trend, der schweizweit zu beobachten ist und die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu spüren bekommen. Gemäss «Blick» werden in der Schweiz als Folge 200 Personen neu angestellt – ein stolzer Zuwachs bei einer Belegschaft von bisher rund 1500 Angestellten.
Neue Stellen auch in Graubünden
Paul Schwendener, Vorsteher des Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit, sagt gegenüber Radio Südostschweiz, dass auch im Kanton Graubünden neue Stellenprozente geschaffen werden sollen. Man wolle für noch höhere Arbeitslosenzahlen gewappnet sein, begründet er. «Das RAV in Chur wird um drei Personen verstärkt und in Samedan wird eine zusätzliche Person eingesetzt.» Eine weitere Aufstockung sei bisher nicht vorgesehen, sei aber je nach Arbeitslosenzahlen auch nicht ausgeschlossen.
Lockdown nicht der einzige Grund
Die steigenden Arbeitslosenzahlen in Graubünden haben gemäss Schwendener zwei Haupttreiber. Einerseits waren die behördlichen Massnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus massgebend, aber auch die Saisonalität spielt im Kanton Graubünden eine Rolle. «Saisonale Schwankungen sind wir uns in Graubünden als Tourismuskanton gewohnt. Wir dürfen unseren Personalbestand nicht einzelnen saisonalen Schwankungen anpassen, sondern müssen den Durchschnitt betrachten», sagt Schwendener weiter.