Rauchmelder können Leben retten
von Karin Iseppi, Präsidentin HEV Mittelbünden sowie Vizepräsidentin HEV Graubünden
Heimrauchmelder haben die vorrangige Aufgabe, Personen, die sich in Räumen aufhalten, vor etwaigen Bränden zu warnen. Besonders schlafende Personen sind gefährdet, einen Brand nicht schon im Anfangsstadium zu bemerken. Schlafende riechen den Rauch kaum, und wenn sie erwachen, ist es meist zu spät: Wegen der Rauchentwicklung ist die Sicht eingeschränkt, und die Betroffenen können sich schlecht orientieren. Zudem atmen sie giftigen Rauch ein, was sehr schnell zu einer tödlichen Rauchvergiftung führen kann.
Ein wirksames Mittel, um Leben zu retten, ist deshalb eine frühe Warnung durch Rauchmelder. Sie sind für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung geeignet.
Ein Rauchmelder lohnt sich
Es gibt immer Gründe, etwas nicht zu tun. Auch solche, sich keine Rauchmelder im Haushalt anzuschaffen. Zu teuer, zu wartungsaufwendig, zu unzuverlässig etc.
Zum Glück lassen sich diese Versäumnisse leicht entkräften. Gute Rauchmelder funktionieren wartungsfrei und zuverlässig. Neben Rauchwarnmeldern existieren auch Wärmemelder. Moderne Geräte kombinieren beide Erkennungsverfahren und bieten auch bei Brandformen mit geringer oder keiner Rauchentwicklung Sicherheit.
Diverse Produkte geben Sicherheit
Die meisten eingesetzten Rauchmelder reagieren optisch. Sie detektieren aufqualmenden Rauch nach dem Streulichtverfahren: Klare Luft reflektiert praktisch kein Licht. Befinden sich aber Rauchpartikel in der Luft und somit im Rauchwarnmelder, reflektieren sie den permanenten Prüflichtstrahl. Ein Teil dieses Streulichts fällt auf einen lichtempfindlichen Sensor, der nicht direkt vom Lichtstrahl beleuchtet wird. Eine Situation für den Rauch-melder, Alarm auszulösen. Die Hersteller bieten auch Produkte an, die per Funk miteinander vernetzt werden können. Der Vorteil der Vernetzung besteht darin, dass man im Brandfall auch dann alarmiert wird, wenn der Alarmton eines nicht vernetzten Melders ansonsten nicht zu hören wäre – beispielsweise, wenn der betroffene Raum in einer anderen Etage liegt.