Raiffeisen schreibt 2025 tieferen Gewinn
Raiffeisen hat im vergangenen Jahr den Druck auf die Zinsmargen zu spüren bekommen und weniger verdient. Im Hypothekarmarkt hat die Gruppe ihren Marktanteil weiter erhöht.
Der Gewinn lag mit 1,09 Milliarden Franken um 9,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie die zweitgrösste Bankengruppe der Schweiz am Mittwoch mitteilte. Auch der Geschäftserfolg, also das operative Ergebnis, lag mit 1,29 Milliarden (–9,1%) unter dem Vorjahresergebnis.
SNB-Zinssenkungsschritte
Die Raiffeisen-Banken erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen etwas tieferen Gesamtertrag von 3,83 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 2,0 Prozent entsprach. Im bedeutenden Zinsengeschäft lag der Nettoerfolg mit 2,64 Milliarden um 7,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.
Der Rückgang im Zinsengeschäft sei geprägt gewesen von den Zinssenkungsschritten der Nationalbank (SNB) im ersten Halbjahr 2025, macht Raiffeisen in der Mitteilung geltend. Zudem habe Raiffeisen die Zinssätze für Spargelder mit Verzögerung reduziert.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte die Bankengruppe dagegen den Erfolg um 10 Prozent auf 752 Millionen Franken steigern. Sie profitierte dabei von einem starken Vorsorge- und Anlagegeschäft.
Höhere Cost-Income-Ratio
Die Kosten legten derweil um 2,6 Prozent auf 2,27 Milliarden Franken zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf einen Wert von 59,4 Prozent nach 56,7 Prozent im Jahr davor.
Auf der Beteiligung am Derivateanbieter Leonteq nahm Raiffeisen einen Abschreiber von 41,2 Millionen Franken vor. Die Genossenschaftsbank hatte Anfang Monat bekanntgegeben, dass sie einen Anteil von 22,7 Prozent an eine Gesellschaft des Investors Rainer-Marc Frey verkauft. Raiffeisen hält nun noch einen Anteil von 7,0 Prozent an Leonteq.