Quarantäne-Möglichkeit mit psychologischer Betreuung
Abstand halten und wenn möglich zu Hause bleiben. Diese Verordnung gilt schon seit einiger Zeit für die Schweizer Bevölkerung und vor allem für die Risikopatienten, um sich vor dem Coronavirus zu schützen. Für Personen, die wenig soziale Kontakte haben oder alleine leben, kann diese Situation sehr belastend sein. Dann sind Psychologen oder Hausärzte gefragt. Nun bietet auch die Rehaklinik Seewis im Prättigau ihre Dienste an und unterstützt Senioren, die am Coronavirus erkrankt sind und während der Quarantäne psychische Betreuung möchten.
Psychiater und Chefarzt Psychosomatik Mikko Kamm sagt: «Die Ungewissheit welchen Verlauf die Erkrankung am Coronavirus bei jedem Patienten persönlich nehmen wird, macht den Patienten Angst.» Es könne ein milder Verlauf oder einen gravierenden bis tödlichen Verlauf nehmen. Um deshalb über die Ängste zu sprechen, sich auszutauschen und die Anspannungen zu lösen, ist wichtig. «Menschen sind Wesen, die auf den Austausch angewiesen sind. Die soziale Isolation kann einem sehr zusetzten», sagt Kamm.
Medizinische und psychiatrische Betreuung
Aus diesem Grund bietet die Rehaklinik Seewis eine begleitete Quarantäne für Senioren an, die zusätzlich medizinisch und psychiatrisch betreut werden. Vorteile sich in der Rehaklinik in Quarantäne zu begeben, sind laut Kamm diese: «Der Unterschied eines Psychologen und einer Pflegefachperson ist, dass der Psychologe mehr Zeit für einen persönlichen Austausch mit dem Patienten hat. So werden die Personen nicht mit ihren Ängsten alleine gelassen.» Des Weiteren würden Entspannungsübungen gezeigt, die die Anspannung reduzieren. Weiter könne es helfen, die Angst vor dem Coronavirus einzudämmen, wenn man sich rund um die Uhr über das Virus informiert. So könnten die Betroffenen das Virus besser einordnen und nachvollziehen.
Die Quarantäne in der Rehaklinik ist für jene Personen gedacht, die nach der Ansteckung mit dem Cornavirus einen milden Krankheitsverlauf haben, oder für Corona-Patienten, die aus einer Spitalbehandlung kommen. Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten überwachen den Verlauf der Erkrankung und würden alle notwendigen Massnahmen zur Genesung ergreifen.