Die Qual der Wahl
Vergeben werden je vier Eintritte für Donnerstag, 23. Januar, in vier Altersklassen. In der Gruppe der über 61-Jährigen hatte sich Katharina Schoop angemeldet und wurde anschliessend vom Los bestimmt.
Für die DZ berichtete sie vor einer Woche, warum sie einmal dabei sein will. Nun formuliert sie ihre Erwartungen, um schliesslich noch von den tatsächlichen Erlebnissen zu berichten.
Mittwoch, 15. Januar 2025
Am ersten Arbeitstag des Jahres kam mein Tagesprogramm: Es heisst früh aufstehen. Um Viertel vor Acht gibt es für uns geladene Gäste Frühstück im «House of Switzerland», das ist dort, wo sich unser Land präsentiert, danach geht es ins Medienzentrum.
Werde ich Becky Anderson treffen, die dann am Abend für CNN wichtige Persönlichkeiten interviewt, oder Reto Lipp, der dasselbe für SRF tut? Ab halb zehn bin ich für meinen Tag selber verantwortlich: Ich muss im Programmbuch (nur 78 Events an diesem einen Tag) die interessanten Anlässe suchen und buchen. Soll ich die Sitzung über das Vermeiden von Plastikabfall wählen oder die gleichzeitig stattfindende über internationale Finanzströme in Zeiten von Parallelwirtschaften? Will ich die Vorschläge prominenter Regierungsmitglieder hören, wie der Krieg in der Ukraine zu beenden wäre oder eine Diskussion darüber, welche Sportarten für die Menschen und für den Planeten die besten seien? Möglicherweise einen Vortrag über all die Kriege, über die keiner spricht (Sudan, Myanmar, DRC Haiti).
Die Wahl quält, denn die Auswahl ist riesig und das meiste verlockend. Nach einigem Werweissen steht mein Stundenplan. Für Veranstaltungen mit beschränkter Platzzahl ist ein Zeitpunkt angegeben, ab dem man reservieren kann.