Der Biodiversität auf der Spur
Die Gruppen führten dazu über den Sommer mehrere Experimente auf der Wiese vor unserer Schule durch. Im ersten Experiment simulierten die Schülerinnen und Schüler mittels einer sogenannten «Open Top Chamber» – einer Art Mini-Treibhaus, das die Vegetation um 1 – 2 °C erwärmt – die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation im Alpenraum. Insbesondere untersuchten die Nachwuchsforschenden, wie sich steigende Temperaturen auf die Produktion von Biomasse auswirken. Im zweiten Experiment haben die Gruppen ein Stück Wiese mit Dünger behandelt, um die Auswirkungen von Düngemitteln auf das Wachstum der Pflanzen zu erforschen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Pflanzen bei höheren Lufttemperaturen und mit mehr Nährstoffen deutlich besser gedeihen. Obwohl sich das zunächst gut anhört, bedeutet es für die Biodiversität im Alpenraum aber oft etwas Anderes. Denn Pflanzen, die bisher in den höheren Gebieten der Berge nicht vorkommen, könnten in Zukunft die dort heimischen Pflanzenarten verdrängen und so die Biodiversität gefährden. Dies macht deutlich, dass die Folgen des Klimawandels ernst genommen und Massnahmen ergriffen werden müssen, um die alpine Vegetation zu schützen. Die Ergebnisse zeigen ausserdem, dass der Einsatz von Düngemitteln nicht immer nur die gewünschten Effekte hat. So sollte auch die Verwendung von Düngemitteln kritisch hinterfragt werden, um die Biodiversität und das Gleichgewicht in unseren Ökosystemen zu erhalten.
Anna und Giulia: «Die Woche hat uns einen neuen Blickwinkel auf die Natur verschafft, und uns wurde viel Neues über Neophyten und andere wichtige Aspekte der Biodiversität beigebracht.»