Privates Gymnasium will das Kanti-Vakuum in Region füllen
Die politischen Diskussionen um eine Kantonsschule für die Region See-Gaster ist auch privaten Bildungsakteuren nicht verborgen geblieben. Dass ein privater Anbieter in das Kanti-Vakuum in der Region stossen könnte, ist unter Politikern der Region schon länger Gesprächsthema. Nun ist dies Tatsache: «Die bisher grösste Schweizer Stadt ohne eigenes Gymnasium, wird ab Sommer auf ‹sein eigenes› verweisen können.» Dies schreibt die Bildungsgruppe SBW Haus des Lernens AG in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Sie will ab Sommer 2022 ein privates Gymnasium in Rapperswil-Jona betreiben. Konkret beim Kloster Wurmsbach, wo diesen Sommer das Mädcheninternat nach 178 Jahren seine Türen schloss.
Gruppe mit breitem Angebot
Und die Ambitionen sind offensichtlich hoch. «Die Linthregion wird nicht einfach eine weitere Schule bekommen. Der Talent-Campus Zürichsee soll Teil einer Bildungsvision werden, die lokal verwurzelt ist und international Beachtung findet», lässt sich Reto Ammann zitieren, der Gesamtverantwortliche der SBW Haus des Lernens Bildungsgruppe.
Die SBW-Gruppe ist keine Unbekannte im Kanton. Das 1980 gegründete Unternehmen betreibt an neun Standorten in der Schweiz und in Süddeutschland 15 sogenannte Lernhäuser. Der Schwerpunkt in der Schweiz bildet die Region St. Gallen-Bodensee – mit dem Fokus auf individuelle Talentförderung. So führt SBW in Kreuzlingen eine der vier nationalen Swiss-Olympic-Sportschulen sowie je einen Campus für Kunst- und Sporttalente in Winterthur und in St. Gallen. Aus den Sportförderschulen gingen bekannte Namen hervor wie etwa die beiden Eishockeynational- und NHL-Spieler Kevin Fiala und Timo Meier. Neben den Talentschulen führt SBW eine Primarschule nach Montessori-Pädagogik in St. Gallen sowie eine Sekundarschule in Häggenschwil – Letztere im Auftrag der Gemeinde.