Postauto übernimmt Glarner Buslinien definitiv
Postauto kann die Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland künftig betreiben. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, indem es eine Beschwerde von Bus Ostschweiz gegen den Entscheid des Bundesamtes für Verkehr, den Zuschlag Postauto zu geben, abwies.
Wie das Glarner Departement Bau und Umwelt mitteilt, freut es sich über den klaren Entscheid. Für Bund und Kanton reduziere sich mit dem Zuschlag an Postauto die jährlichen Abgeltungskosten um rund 1,1 Millionen Franken. Die Niederer Autobetrieb AG könne zudem die ausgeschriebenen Linien weiterbetreiben, da Postauto an der Zusammenarbeit mit dem Glarner Unternehmen festhalte. Die Mitarbeitenden des heutigen SBB-Auftrags werden von Postauto übernommen.
Der Kanton Glarus und das Bundesamt für Verkehr planen, die Konzession per Dezember auf Postauto zu übertragen.
SBB verzichtete
Anfangs 2018 schrieb der Kanton Glarus zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr die Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland aus, nachdem die SBB auf eine Konzessionserneuerung ihrer Linien verzichtete, wie es in der Mitteilung heisst. Postauto habe sich gegen die Mitbewerber durchgesetzt und den Zuschlag erhalten. Im Dezember 2018 erhob Bus Ostschweiz dagegen Beschwerde bei Bundesverwaltungsgericht. Mit Entscheid wies das Bundesverwaltungsgericht nun sämtliche Rügepunkte ab. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Der Entscheid kann an das Bundesgericht weitergezogen werden. (so)