Günstigerer Strom für EWD-Kundschaft
Nach turbulenten zwei Jahren während der Energiekrise habe sich der Strommarkt kontinuierlich beruhigt, sei aber immer noch auf einem hohen Niveau, heisst es weiter, und: «Mit der optimalen Umsetzung der EWD-Beschaffungsstrategie, den eigenen Wasserkraftwerken und der Kraftwerksbeteiligung an den Albula-Landwasser-Kraftwerken kann der Energiepreis 2024 über alle Kundengruppen gesenkt werden. Aufgrund der kontinuierlichen Investitionen und des effizienten Betriebs im Netz können die Netznutzungstarife auf dem Niveau von 2023 gehalten werden.» Auf Nachfrage der DZ erklärt Fabio Bühler, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb und Marketing, dass die EWD AG den zusätzlich zu ihrer Eigenproduktion einzukaufenden Strom auf drei Frontjahre tranchiert im Voraus bestellen.
Neue und alte Abgaben
Doch neben der Energie und der Netznutzung würden die weiter gegebenen Abgaben den Strompreis beeinflussen, heisst es in der Mitteilung weiter. «Diese steigen im kommenden Jahr deutlich an. Die neu eingeführte Abgabe ‹Winterreserve› beträgt für die Kundinnen und Kunden 1.2 Rappen pro Kilowattstunde.» Diese sei vom Bundesrat als Teil einer Strategie beschlossen worden, um einer Strommangellage im Winter vorzubeugen, erklärt Bühler. «Zu den weiteren Massnahmen gehören die Wasserkraftreserve, der Bau eines Reservekraftwerks in Birr (AG), die Bereitstellung weiterer Reservekraftwerke und Notstromerzeugungen, die Erhöhung der Kapazitäten im Übertragungsnetz, der Rettungsschirm für systemkritische Stromunternehmen sowie die temporäre Reduktion der Restwasserabgabe. Diese Kosten werden zwischen 2023 bis April 2026 auf insgesamt rund 2 Milliarden Franken geschätzt. Das entspricht einer Erhöhung des Netznutzungsentgelts zulasten der Stromkonsumentinnen und Stromkonsumenten in den Jahren 2024 bis 2026 von durchschnittlich rund 1.2 Rappen pro Kilowattstunde.» Der Betrag setze sich zusammen aus 0.5 Rappen pro kWh für Reservekraftwerke und ergänzende Reserven sowie 0.7 Rappen pro kWh für Wasserkraftreserven.
Konzessionsabgabe ist wieder da
Neu wird 2024 auch die Konzessionsabgabe an die Gemeinde Davos von 4 Franken pro Zähler und Monat sowie 0.5 Rappen pro Kilowattstunde wieder erhoben. Sie war letztes Jahr zur Abfederung des Preisschocks ausgesetzt worden. «In Summe werden die Abgaben im 2024 von 2.76 Rappen pro kWh auf 4.25 Rappen pro kWh (exkl. MWST) steigen», stellt die EWD AG in Aussicht.