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Schweiz und Welt

Populär: die «Coppa Grischun» der Golfenden

Davoser Zeitung
30.07.2022, 17:06 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Wer hat es erfunden? Die Familienunternehmen Bianchi Platten, die Steiner Geschwister vom Skiservice Unternehmen, die Grubers von der Procar Garage und das Gipsergeschäft Melliger nutzen die «Coppa», ihren Kunden ein erinnerungswürdiges Dankeschön zu geben. Kopf der Organisation ist Roberto Bianchi. Und auf seinem Haupt machten sich ab und an Schweisstropfen bemerkbar: Es gab viele An- und Abmeldungen und ebenso viele Wünsche wie Teilnehmende. Bei 150 Akteuren wird so ein Turnier zum logistischen Gewaltakt.

Runde zwei in Davos

Nach der Turnierrunde im schwyzerischen Studen – der Heimat des Golf Clubs Ybrig – schälten sich gewisse Favoriten unter den Teams heraus. Nur wer in derselben Zusammensetzung spielt, erscheint in der Gesamtwertung. Agiert wird in Zweierteams, in der Zählweise «Scramble». Philippe Brupbacher und Marc Geiger hatten schon beim Match im Ybrig mit 46 Stablefordpunkten geglänzt. In Davos kamen noch deren 42 dazu, was ihnen am Ende mit total 88 der ziel­führenden Punkte zum Sieg reichte. Brutto setzten sich die Favoriten Nicklas Illi und Fadri Taufenecker durch, obwohl sie mit dem späten Start am meisten Gewitterzellen erwischten und mehrere Pausen einlegen mussten. Sie tauchten jedenfalls direkt nach dem Spiel zur Preisverteilung auf, geduscht hatten sie schliesslich auf dem Platz gleich mehrmals. Trotz Ge­witterzellen: Der Platz war hervorragend zu spielen. Zwischenverpflegungen und Apéro rundeten den packenden Golftag ab.

Spiel, Spass und Spannung

Netto hielten letzten Endes die Ybriger die Fahne hoch, Dominic und Marco Breitenbach holten sich mit 46 Nettopunkten den Sieg, punktgleich mit Pavinee und Peter Affolter. Bei Punktgleichheit entscheiden im Golfsport die Resultate der letzten Löcher die Rangierung. Dicht an die Fersen der zwei Teams hefteten sich Peter Egli und Rita Hofstetter mit 45 Punkten netto.

«Hole-in-One» von Isabelle Campigotto

Vorerst nichts ahnend, spielte Isabelle Campigotto locker bei der 17 mit dem Eisen neun ab. Und nun passierte die Seltenheit: Der Ball rollte ebenso locker, wie der Schlag aus den Schultern kam, geradewegs über das Green und zum Erstaunen aller direkt ins Loch. Normalerweise besagt die Tradition, wenn jemandem dieser seltene Schlag gelinge, habe er oder sie den Apéro für die Turnierteilnehmenden auf seine Kappe zu nehmen. Da der Apéro von den Davoser Sponsoren bereits organisiert war und bei 150 Teilnehmenden definitiv keinem Schnäppchen gleichgekommen wäre, spendete die überglückliche Isabelle eine beacht­liche Summe für die Davoser Juniorenabteilung. Ein wahrlich schöner Zug. Die Geschichte war hiermit aber noch nicht zu Ende geschrieben. Anlässlich dieses Turniers war auf allen Par-Drei-Löchern eine edle Uhr von Rado als «Hole-in-One»-Preis ausgeschrieben. Diese ziert nun als schöne Genugtuung Isabelle Campigottos Handgelenk.

Abschluss im «Parsenn Gada»

Im schönen Ambiente des Après-Ski-Inplace, namentlich im «Parsenn Gada», nahm man sich nach dem körperlich wie mental forcierten Einsatz ausgiebig dem freundschaftlichen Austausch zwischen Coppa-Grischun-Fans an. Eingerahmt wurde die gesellige Runde in ein stilvolles Dinner. Weil Freundschaften gehegt und gepflegt sein wollen, gerade nach einer über einen Monat andauernden Pause, streckten sich die Plaudereien bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Auszug aus den Ranglisten

Davos Brutto: 1. Nicklas Illi und Fadri Taufenecker, 43.

Netto: 1. Dominic und Marco Breitenbach, 46; 2. Pavinee und Peter Affolter, 16; 3. Rita Hofstetter und Peter Egli, 45.

Netto Gesamtwertung:

1. Philippe Brupbacher und Marc Geiger, 88; 2. Pavinee und Peter Affolter, 86; 3. Valentin Oberrauch und Dominik Suter, 84.

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