Politthriller «One Battle After Another» holt sechs Oscars
Der Politthriller «One Battle After Another» von Paul Thomas Anderson hat gleich sechs Oscars gewonnen, darunter den Oscar als bester Film.
Das Werk mit Schauspieler Leonardo DiCaprio erzählt von militanten linken Aktivisten in den USA, die vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen angeführt werden.
Regisseur Anderson wurde damit nach etlichen Nominierungen erstmals selbst ausgezeichnet – sowohl als bester Regisseur als auch für das beste adaptierte Drehbuch. Mit 13 Nominierungen war der Film als einer der Favoriten ins Rennen gegangen.
Noch mehr Nominierungen hatte das Vampirdrama «Blood & Sinners» – das Südstaatendrama von Regisseur Ryan Coogler hatte 16 Nominierungen, so viele wie kein anderer Film in der Geschichte. Der Film gewann schliesslich fünf Auszeichnungen, etwa für das beste Originaldrehbuch, die beste Filmmusik und den besten Hauptdarsteller Michael B. Jordan.
Wer die Schauspielpreise gewonnen hat
Jordan spielt in «Blood & Sinners» eine Doppelrolle. Er setzte sich unter anderem gegen Hollywoodstar Timothée Chalamet durch, der für seine Rolle als Tischtennisspieler in «Marty Supreme» nominiert war.
Die Auszeichnung für die beste Hauptdarstellerin ging an die irische Schauspielerin Jessie Buckley – sie spielt im Drama «Hamnet» die Frau des Dichters William Shakespeare, die um ihren Sohn trauert.
Hollywoodstar Sean Penn gewann den Oscar als bester Nebendarsteller für «One Battle After Another», war selbst aber nicht anwesend. Der 65-Jährige gewann damit nach «Mystic River» und «Milk» seinen dritten Oscar. Als beste Nebendarstellerin wurde die US-Amerikanerin Amy Madigan für den Horrorfilm «Weapons – Die Stunde des Verschwindens» ausgezeichnet.
Deutsche verpassen den Oscar
Das norwegische Drama «Sentimental Value» von Regisseur Joachim Trier wurde als bester internationaler Film prämiert. Der Film, der auch aus Deutschland mitproduziert wurde, erzählt vom komplizierten Verhältnis eines Vaters zu seinen Töchtern. Der deutsche Beitrag «In die Sonne schauen» hatte es in diesem Jahr nicht in die Endrunde geschafft.