Platz 7 für Schweizer Frauen bei Staffel-Drama
Das Schweizer Frauenquartett schliesst das Staffel-Drama über 4x7,5 km im 7. Rang ab. Nadine Fähndrich kommt mit einer Minute Rückstand auf Bronze ins Ziel, Gold geht unerwartet an die Norwegerinnen.
Nadine Fähndrich war im einem turbulenten Rennen nicht mehr in den Kampf um die Medaillen involviert. Das Quartett mit der Schweizerin, der Italienerin, der Deutschen und der Amerikanerin lief 40 Sekunden hinter den Medaillenrängen, ehe die Luzernerin noch den Anschluss verlor. Somit endete ein Rennen enttäuschend, bei dem man nach den ersten beiden Klassisch-Ablösungen noch von einer Medaille träumen durfte.
Bereits bei der Startläuferin Anja Weber wurde offensichtlich, dass die Schweizer Wachs-Crew für das Regenwetter den richtigen Schliff und Klister-Wachs gefunden hat und bei optimalen Rennverlauf womöglich ein Bronze-Coup möglich ist. In der Abfahrt spülte es die Zürcherin zwischenzeitlich sogar an die Spitze. Die 24-Jährige verlor zum Schluss noch leicht den Anschluss und übergab als Neunte.
Nadja Kälin musste zunächst sieben Sekunden Rückstand auf die erste Verfolgergruppe wettmachen. Das gelang. Und mehr noch. Im tiefen Sulzschnee, der das Feld in Einzelteile zerlegte, stiess sie bis auf Platz 3 vor. Sie zeigte die klar beste Leistung im Schweizer Team.
Somit war die Schweiz nach Halbzeit im Bronzerennen im Kampf gegen Finnland angekommen. Doch Marina Kälin konnte auf der ersten Skating-Ablösung den Rücken von Vilma Ryytty nicht halten und wurde für ihren zunächst offensiven Auftritt noch bestraft. Sie übergab Schlussläuferin Nadine Fähndrich auf Position 7 mit 36 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz. Ein Exploit wie bei Olympia-Bronze 2002 lag nicht mehr drin.
Schwedens Frauen verloren überraschend das Duell um Gold und mussten sich hinter Norwegen, aber vor Finnland, mit Silber begnügen. Ebba Andersson erwischte auf der zweiten Ablösung einen schwarzen Tag. Sie musste die Norwegerin aufschliessen lassen, stürzte zweimal, machte sich die Bindung kaputt und traf nach Halbzeit an Position 8 mit 1:18 Minuten Rückstand ein. Frida Karlsson und Jonna Sundling konnten den Abstand nur noch auf 50 Sekunden reduzieren.