Plastikvisiere schützen nicht zuverlässig
Zehn Personen in Isolation, 136 Personen in Quarantäne, zwei Personen in Spitalpflege: Dies war der Stand zu den Coronafällen im Kanton Graubünden am vergangenen Sonntagabend. Das Contact Tracing funktioniere weiterhin und der erhöhte Bedarf an Personaleinsatz hätte rasch sichergestellt werden können, schreibt der Kanton am Dienstag in einer Mitteilung. Eine weitere gute Meldung: Die positiven Fälle im Tagesferienlager in Zuoz und der Churer Bar hätten keine nachfolgenden Infektionen ergeben. Im Hotel in Pontresina sei es zu einer weiteren Erkrankung gekommen. Die Infektion erfolgte gemäss Mitteilung aber schon vor einigen Tagen. Insgesamt seien nun sechs Personen erkrankt.
Doch es gibt auch eine schlechte Nachricht, die der Kanton mitzuteilen hat: Die Plastikvisiere, die vor allem in der Gastronomie verwendet werden, bieten keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion. Dies ergab eine Analyse der Fälle und der Übertragungswerte. Die Kantonsärztin rät deshalb dringend davon ab, Plastikvisiere als einzigen Schutz zu verwenden. Diese würden ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Weitere einschneidende Massnahmen verhindern
Es gelte nun, weitere einschneidende Massnahmen möglichst zu verhindern, so der Kanton. Deshalb ruft das Gesundheitsamt die Bevölkerung wie auch die Unternehmen dazu auf, die Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin einzuhalten. Infektionsketten seien möglichst schnell zu unterbrechen, indem die Kontakte rückverfolgt werden und die Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden. Wann immer möglich soll man den Abstand einhalten, sich mit Gesichtsmasken schützen, die Kontaktdaten korrekt hinterlegen und die Swiss-Covid-App nutzen. (sz).