Planted: Nach schnellem Wachstum folgt Personalabbau
Der Fleischersatzhersteller Planted hat seine Belegschaft in den letzten Monaten reduziert. Besonders auf Führungsebene häuften sich die Abgänge. Das Unternehmen spricht von einer Massnahme zur Steigerung der Effizienz.
Mehrere Führungskräfte haben das ETH-Spin-off Planted in den vergangenen neun Monaten verlassen. Zu ihnen zählen die ehemalige Kommunikationschefin, die Nachhaltigkeitsverantwortliche, die Qualitätsleiterin, die Marketing-Schweiz-Chefin sowie der Schweizer Produktionschef, wie aus LinkedIn-Profilen hervorgeht.
Laut ehemaligen Beschäftigten ist das kein Zufall: «Aus Kostendruck wurden viele erfahrene Mitarbeitende durch junge Unerfahrene ausgetauscht oder gar nicht ersetzt», sagt eine Person, die anonym bleiben will, der Nachrichtenagentur AWP. Grund dafür seien unter anderem die hohen Kosten für eine neue Fabrik in Deutschland, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde.
Planted beschäftigt laut eigenen Angaben derzeit 219 Vollzeitstellen. Im März 2025 waren es noch 250 Vollzeitstellen, was einem Minus von 31 Stellen beziehungsweise rund 12 Prozent entspricht. Eine Massenentlassung (ab 10 Prozent der Belegschaft) meldete das Unternehmen nie.
Strukturen überprüft
«Nach mehreren Jahren sehr schnellen Wachstums haben wir unsere Organisation im letzten Jahr gezielt weiterentwickelt und an die nächste Phase angepasst», sagt eine Sprecherin auf Anfrage. Dabei seien Strukturen überprüft und Prioritäten geschärft worden.
«Das beinhaltete auch personelle Entscheidungen, die uns nicht immer leicht gefallen sind», betonte die Sprecherin. Das Unternehmen sei nun «effizienter aufgestellt» und für nachhaltiges Wachstum gut positioniert. Die Reduktion der Stellen innerhalb eines Jahres sei teilweise auf natürliche Fluktuation und teilweise auf Entlassungen zurückzuführen.
Die Nachfrage nach den veganen Produkten ist laut der Sprecherin weiterhin hoch. Die Produktion sei derzeit voll ausgelastet und auf einem höheren Niveau als im Vorjahr.