Plan mit Lastkahn: Initiatorin will Wal «endlich verbringen»
Die private Initiative zur Rettung des vor der deutschen Ostseeinsel Poel liegenden Wals hat einen neuen Plan mit einem Lastkahn im Blick.
«Ich möchte das Tier endlich verbringen», sagte die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die gemeinsam mit Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz das Projekt finanziert, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Man arbeite «weiter mit Hochdruck» an der Rettung.
Nachdem die ursprüngliche Transportlösung mit Pontons und einer Netzplane nicht mehr aktuell ist, soll das zwölf Tonnen schwere Tier nach einer Mitteilung eines Mitglieds der Initiative nun mit einer sogenannten Barge transportiert werden.
«Das ursprünglich vorgesehene Bergungskonzept konnte in der geplanten Form nicht weiterverfolgt werden», hiess es in einer am Nachmittag veröffentlichten Mitteilung des Umweltministeriums des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. «Unter anderem fehlte für die vorgesehene technische Konstruktion die notwendige Zulassung für den Seeverkehr, sodass eine Umsetzung nicht möglich war.»
Unterlagen für neues Konzept liegen bisher nicht vor
Das neue Konzept sei bislang erst vorbesprochen. Die hierfür notwendigen und prüffähigen Unterlagen lägen dem Land derzeit nicht vor. «Die Initiative hat ihre Überlegungen skizziert. Für eine belastbare Bewertung benötigen wir jedoch ein vollständiges, fachlich nachvollziehbares Konzept», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Die entsprechenden Unterlagen sollen im Laufe des Tages eingereicht werden. Erst auf dieser Grundlage könne eine fachliche und rechtliche Prüfung erfolgen.
Bei der Barge handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Sie sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum, hiess es weiter. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar. Geplant sei zuvor noch ein Stopp in einer Werft in Wismar.