Hans Domenig: Er liess seine Bilder sprechen
«Domenigs Weitblick» hiess die Rubrik, in der Hans Domenig in der «Südostschweiz» während eines Jahrzehnts Fotografie und philosophische Gedanken verband. Die Mischung passte: Domenig, 1934 in Davos geboren, widmete sich fast von Kindesbeinen an der Fotografie. Beruflich trat er in die Fussstapfen seines Vaters und wurde Pfarrer. Einer breiten Bevölkerung wurde er auch durch die TV-Sendung «Das Wort zum Sonntag» ein Begriff.
Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit, unter anderem in der Churer Martinskirche, blieb Domenig der Fotografie aber ein Leben lang treu. «Ich fotografiere am liebsten Menschen in Städten», sagte er vor zwei Jahren. Viele der Bilder entstanden auf Reisen, welche Domenig gemeinsam mit seiner Ehefrau Heidi Domenig unternahm. Dokumentiert sind sie auch in einer ganzen Reihe von Bildbänden, unter anderem aus dem Somedia Buchverlag.
Im Oktober ist Hans Domenig im Alter von 89 Jahren verstorben. Was bleibt, ist sein Vermächtnis: zahllose Fotografien und ebenso unzählige treffende Gedanken. Sie erinnern daran, wie meisterlich Domenig zwei Welten zu verbinden vermochte – den Menschen in seinem Alltag und das Übergeordnete, Geistige.
Eine Auswahl von Hans Domenigs Bildern seht ihr hier: