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Schweiz und Welt

«pharmaDavos» wächst weiter

Südostschweiz
24.02.2025, 07:00 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Die deutsche Bundesapothekerkammer entschied 2014, nach 44 Jahren in Davos, ihren Kongress zukünftig im österreichischen Schladming durchzuführen. Aus den Reihen Schweizer Teilnehmender entstand eine Gegenbewegung, und innert kürzester Zeit wurde als Alternative «pharmaDavos» aus dem Boden gestampft. Der Kongress wurde im Februar 2015 mit erstaunlich vielen, nämlich 222, Teilnehmenden das erste Mal durchgeführt. Inzwischen waren es rund 850 Personen, die in der zweiten Februarwoche den Weg ins Landwassertal fanden. «Das ist nochmals eine zehnprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr», sagt Hans Ruppanner, OK-Präsident dann und heute. «Knapp 450 von ihnen sind Apotheker und Apothekerinnen, rund 300 sind Partner aus Handel und Industrie, und unser Nachwuchs macht 60 Personen aus.» Auf diesen richteten die Kongressorganisatoren schon immer ein grosses Augenmerk und bereiteten ihm spezielle Angebote. Dieses Jahr war es ein «Pharma-Tandem» genanntes Mentoren-Programm. Dabei reichen erfahrene Kongressteilnehmende den Studierenden im vierten Studienjahr sowie Jungapothekern und Jung­apothekerinnen sozusagen die Hand und nehmen sie im Kongresszentrum und bei den Veranstaltungen an die Seite. 40 solcher Tandems waren dieses Jahr unterwegs. Im Windschatten der Arrivierten werden die Jungen so in den Kreis der Pharmazeuten aufgenommen, machen Bekanntschaften und können Gespräche führen, die sonst wohl nicht so einfach zustande kämen.

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Denn neben den Fachreferaten, die in eine Weiterbildung eingebunden werden können, macht vor allem das Netz­werken, das sich austauschen können, die Veranstaltung wertvoll. «Doch auch unsere Partner tragen zu einem spannenden Programm bei», berichtet Ruppanner. Das könne dann das Präsentieren von neuen Therapieansätzen sein, Informationen zur Nachfolgeregelung oder auch mal einfach ein gemütlicher Abend. «Ebenso auch Sportveranstaltungen», ergänzt der OK-Chef. Dazu gehören auch ein Skirennen oder ein Curling-Plausch. «Doch inzwischen ist unser Programm so voll, dass nur noch die wenigsten die Skier überhaupt mitnehmen.»

Auch das Nachwuchsprogramm trägt Früchte. «Unmittelbar nach dem Abschluss sehen wir die jungen Apothekerinnen und Apotheker noch nicht in grosser Zahl in Davos», sagt Ruppanner mit einem Schmunzeln. «Während des Kongresses sind sie die ‹Armen›, die die Apotheke ‹hüten› müssen.» Dennoch würden sie feststellen, wie sich ihr Publikum sukzessive verjünge.