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Schweiz und Welt

Pensionierte sollen in der Gastro und Hotellerie einspringen

Sara Good
23.10.2022, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Besonders in der Gastrobranche und in der Hotellerie fehlen die Mitarbeitenden. Zum Beispiel wegen der langen Arbeitszeiten und tiefen Löhnen. Die Tourismusorganisation Visit Glarnerland will mit der «Fokusgruppe Hotellerie» Lösungsansätze aufzeigen. Hannes Hochuli, selber Ex-Hoteldirektor, leitet die Gruppe: «Wir haben zwölf Massnahmen formuliert.» Einige Ideen wurden schon umgesetzt. Zum Beispiel spannen verschiedene Betriebe bei der Rekrutierung mit einer gemeinsamen Website zusammen. Darauf sind alle offenen Jobangebote und Lehrstellen aufgeschaltet.

Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, sollen Seniorinnen und Senioren in die Bresche springen – zumindest teilweise. «Unsere Haltung ist die, dass, wenn nur schon fünf bis zehn Senioren nochmals ins Berufsleben einsteigen, es immerhin fünf bis zehn sind», so Hochuli. Für diesen Aufruf arbeitet die Fokusgruppe mit Pro Senectute zusammen. Ein Flyer wurde schon in zahlreiche Haushalte verschickt. Bis jetzt haben sich drei Personen bei Hannes Hochuli gemeldet: «Diese werden jetzt an einen passenden Betrieb vermittelt.»

Hilfe gesucht

Gesucht werden Leute mit und ohne Berufserfahrung in der Branche. Das Pensum kann individuell vereinbart werden. Zudem müsse man auch schauen, ob gewisse Tätigkeiten für ältere Leute nicht zu hektisch sind, führt Hannes Hochuli aus. Zur Auswahl stehen verschiedene Aufgabengebiete wie Frühstücksservice, Reinigung, Aushilfe bei Banketten, Küche oder Abwasch. Menschen mit Berufserfahrung können auch an der Rezeption oder im Büro mithelfen.

Zusätzliche Informationen gibt es hier.

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