Ostschweizer Regierungen ist bei «Verkehr 45» zu wenig Bahn drin
Beim milliardenschweren Grossprojekt Verkehr 45 des Bundes haben die Ostschweizer Regierungen während der Vernehmlassung allesamt die Pläne im Bereich der Bahn kritisiert. Positiver werten sie die Ausbauvorhaben bei den Nationalstrassen. Am Freitag endete die Vernehmlassung.
Ein «Ja mit Vorbehalten» zur grundsätzlichen Stossrichtung der Vorlage Verkehr 45 kommt aus dem Kanton St. Gallen, wie der entsprechenden Vernehmlassungsantwort zu entnehmen ist. Mit dieser legte der Bundesrat die Infrastrukturplanung bis 2045 vor. Mehrere Milliarden Franken sollen in die Bahn, in die Strassen und in den Agglomerationsverkehr fliessen. Am 9. Oktober endete die im Juni begonnene Vernehmlassung.
Die St. Galler Regierung begrüsst «ausdrücklich», dass der Bundesrat der Engpassbeseitigung St. Gallen mit der dritten Röhre des Autobahntunnels durch den Rosenberg inklusive Zubringer Güterbahnhof eine hohe Priorität zuweise.
Allerdings sei der Realisierungshorizont 2045 «mit erheblichen Risiken» behaftet, heisst es in der Antwort an den Bundesrat weiter. Die prognostizierte Verkehrszunahme und die «bereits heute bestehende Überlastung der Stadtautobahn» sprechen aus Sicht der Regierung für eine frühere Umsetzung.
Der Grimseltunnel hat einen schweren Stand
Wesentlich kritischer zeigt sich die St. Galler Regierung zu den Plänen des Bundes hinsichtlich der Eisenbahninfrastruktur. Es sei nicht nachvollziehbar, dass bereits beschlossene Massnahmen gestrichen und gleichzeitig neue vorgeschlagen würden, ohne dass diesen «ein nachvollziehbarer Bedarfsnachweis» zu Grunde liege.