Die Glarner Rehkitz-Rettung macht sich bereit
von Hans Speck
Wenige Wochen vor dem Setzen (dem Gebären) der Rehkitze, hat die Rehkitz-Rettung Glarnerland im Gemeindehaussaal in Haslen ein erstes Mal getagt. Die insgesamt sieben Pilotinnen und Piloten des Glarner Drohnen-Teams traf sich mit Vertretungen der kantonalen Hegekommission und Nachwuchspiloten aus dem Glarnerland und der näheren Umgebung zu einem ersten Briefing.
Besprochen wurden Themen wie die Umsetzung und Übernahme der Regulierungspflicht in der Europäischen Union, die Registrierung als Pilotin oder Pilot und deren Drohnen, die Ausbildung oder die Nachwuchsförderung. Stefan Imhof, Projektleiter der Rehkitzrettung Glarnerland, empfing die Teilnehmenden, Markus Wigger, der Technische Leiter und stellvertretende Einsatzleiter der Rehkitzrettung, informierte sie über die neusten Entwicklungen.
Der Rettung der Rehkitze verschrieben
Auch im Kanton Glarus mähen die Bäuerinnen und Bauern jährlich zahlreiche Wiesen, die auch wichtige Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen sind. Beim Mähen können jedoch auch Rehkitze «vermäht» werden, die in den ersten Lebenswochen mit dem gepunkteten Fell gut getarnt sind und sich im hohen Gras ducken.
So haben sich 2019 Leute aus dem Glarner Jagdverein, dem kantonalen Amt für Jagd und Fischerei, dem Naturschutzverband Pro Natura Glarus, dem Tierschutzverein Glarus, der Kantonalen Hegekommission und einem Vertreter der Landwirtschaft zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, die sich der Rettung der Rehkitze widmet. Denn in der Schweiz sterben jährlich mehrere Tausend Rehkitze bei der Grasernte. Davor geschützt werden sie hauptsächlich mit Verblenden.