Das Lakers-Stadion taucht in Schweizer Olympiaplänen auf
Das Sportangebot in Rapperswil-Jona ist banntlich breit. Curling fehlt aber. Dennoch könnte 2030 das wichtigste Curlingturnier der Welt am Obersee ausgetragen werden: das olympische. Das zumindest ist in einem 100-seitigen Konzept so vorgesehen. Das Onlineportal «Watson» hat dieses kürzlich veröffentlicht. Dahinter steckt die Interessengruppe Olympische Winterspiele Schweiz 2030.
Was im Konzept der IG steht, wird auch von offizieller Seite angestrebt: nachhaltige Olympische Spiele – ohne Gigantismus. Darum soll grossmehrheitlich auf bestehende Infrastruktur und kurze Wege gesetzt werden. Bezogen auf Rapperswil‑Jona heisst das, dass die Curlerinnen und Curler in Zürich übernachten und dort Medaillenzeremonien abhalten.
Freude im Stadthaus
«Die Idee, dass man Olympia auf die ganze Schweiz ausdehnt und die bestehende Infrastruktur nutzt, ist der richtige Weg», sagt Rapperswil‑Jonas Stadtpräsident Martin Stöckling. Vor der Anfrage der «Linth‑Zeitung» wusste er noch nicht, dass seine Stadt auf der Karte von Schweizer Olympiapromotoren Platz gefunden hat (siehe Karte).
FDP-Politiker Stöckling fände Olympia in der Rosenstadt «eine grandiose Geschichte». Unter der Bedingung, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) wie versprochen wegkommt von der «Gigantomanie». Die Spiele müssten nachhaltiger werden. Er erinnert aber daran: «Es ist nicht das erste Mal, dass das IOC hehre Ziele verfolgt.»
Tatsächlich erlebt Stöckling eine Art Déjà-vu. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt 2017 nahm die Bündner Regierung Rapperswil‑Jona offiziell als Austragungsort für Eishockey in ihre Kandidatur auf. Schliesslich scheiterte Olympia 2022 in Graubünden aber mit einer Ablehnung von 52,7 Prozent am kantonalen Stimmvolk. Um das Volk zu überzeugen, müsste laut Stöckling aufgezeigt werden, dass vor allem bestehende Infrastruktur genutzt wird.