Offene Fragen um Olympia 2030 in Frankreich
Frankreichs Olympia-Macher stehen vor grossen Herausforderungen und Problemen. Sogar der Staatspräsident soll sich alarmiert gezeigt haben.
Personalquerelen im Organisationskomitee, Sponsoring-Fragen und Verzögerungen bei den Vorbereitungen: Die Probleme beim Ausrichter Frankreich vier Jahre vor den nächsten Winterspielen überschatten die Freude über die Rekordausbeute von 23 französischen Olympia-Medaillen in Italien.
Nach der Festveranstaltung in Albertville mit einer Parade von Athleten rücken nun wieder die Sorgen in den Fokus. Dabei hatte Frankreich sich mit den Sommerspielen 2024 in Paris eigentlich als souveräner Organisator von Spitzenwettkämpfen bewiesen.
Rücktrittsserie im OK
Eine Serie an Rücktritten erschüttert das zerstrittene Organisationskomitee. Nach dem Ausscheiden von drei anderen Führungskräften steht nach Medienberichten auch Generaldirektor Cyril Linette wegen «unüberwindbarer Meinungsverschiedenheiten» mit OK-Präsident Edgar Grospiron vor dem Weggang. Während das Ausscheiden offiziell noch nicht verkündet ist, deute einiges auch auf einen möglichen Austausch des Präsidenten selbst hin, schreiben die Zeitungen «L'Équipe» und «Le Parisien».
Die Querelen stossen laut «Parisien» auf jeden Fall im Élysée-Palast übel auf. Präsident Emmanuel Macron mache Druck und habe für das Aufstellen eines funktionierenden Organisationskomitees eine Frist bis zum 15. März gesetzt. Am Sonntag noch gab es eine OK-Krisensitzung in Mailand.
«Wir werden rechtzeitig bereit sein»
«Wir wollen berauschende und spektakuläre Spiele organisieren», betonte OK-Präsident Grospiron zum Abschluss der Spiele in Norditalien. «Wir haben die organisatorischen Erfahrungen von 2024. Das hilft uns, schnell in einen Rhythmus zu kommen und sicherzustellen, dass wir rechtzeitig bereit sein werden», sagte der Buckelpisten-Olympiasieger von 1992 mit Blick auf Verzögerungen.