Nur noch die Züge dürfen schneller fahren
In Arosa ist kürzlich die Verfügung eingetroffen, dass auf dem Bahnhofplatz die Höchstgeschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer reduziert und eine Begegnungszone eingeführt wird. Damit soll einerseits den unterschiedlichen Ansprüchen an diesem Knotenpunkt Rechnung getragen werden, andererseits soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.
Wie Gemeindeschreiber Jan Diener auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» erklärte, ging diesem Entscheid eine längere Geschichte voraus. «Das Ganze ist seit fünf Jahren ein Thema. Ziel war es, beim Bahnhof eine Verkehrsberuhigung umzusetzen», so Diener. Treffen doch vor dem Bahnhof Busse, Autos, Taxis, aber auch Kutschen, Velofahrer und Fussgänger aufeinander. Insbesondere im Winter führte diese Situation laut Diener teils zu chaotischen Zuständen – allen voran für Fussgänger.
Aus 50 mach 20
In der Folge wurden Lösungen gesucht. Die Idee einer Fussgängerzone hätte den Verkehr gänzlich ausgeschlossen. Das gab Widerstand, der in einer Petition der Anwohner gipfelte. Daraufhin wurden neue Lösungsansätze gesucht. Schliesslich habe man sich auf eine Begegnungszone geeinigt, sagt Diener weiter. Darum gilt demnächst ab dem ehemaligen «Posthotel» bis zum Restaurant «Güterschuppen» statt 50 Stundenkilometer eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Dort beginnt dann die bisherige Tempo-30-Zone.