Der Oberurner Pascal Müller ist bereit für den Auftritt in seiner Trainingsheimat
Von Köbi Hefti
Zum zweiten Mal nach den Starts im finnischen Kuusamo ist Pascal Müller in dieser Saison in einer Weltcupstation dabei. In Oberstdorf (Deutschland) bestreitet er am Samstag und Sonntag zwei Wettkämpfe. Das erste Rennen über 10 km wird nach der traditionellen Gundersen-Methode ausgetragen. Der beste Skispringer läuft im Langlaufrennen als Erster los, während die weiteren Athleten mit dem auf der Schanze eingehandelten und in Sekunden umgerechneten Handicap die Verfolgung aufnehmen.
Am Sonntag steht dann das neue Compact-Format über 7,5 km auf dem Programm. Das ist ebenfalls ein Verfolgungsrennen. Die Zeitrückstände für den Lauf sind aber allein vom Rang beim Springen abhängig. Der Erste startet mit sechs Sekunden Vorsprung auf den zweiten und zwölf auf den Dritten. Danach reduzieren sich die Abstände zwischen den Startenden kontinuierlich bis auf zwei Sekunden. Nach 90 Sekunden und 35 Läufern werden alle übrigen Athleten zusammen auf die Strecke geschickt. Mit diesem neuen Format rückt das Feld näher zusammen, was zu spannenderen Rennen führen soll.
Es gibt technische Neuerungen
Müller fühlt sich derzeit gut und entspannt, obwohl es für ihn keine Festtagspause gab. Er hab das volle Programm absolviert, sagt der Oberurner Der Schwerpunkt lag dabei beim Skisprung. Er trainierte in Seefeld und in Oberstdorf. «Wir haben beim Material Optimierungen gefunden, und auch technisch gibt es Neuerungen.» Doch die Arbeiten auf seiner Baustelle dauern noch an. «Die Top-Sprünge werden besser, aber es mangelt mir an der Konstanz. Zu viele Sprünge sind nicht gut.»