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Schweiz & Welt

Der Oberurner Pascal Müller ist bereit für den Auftritt in seiner Trainingsheimat

Südostschweiz
11.01.2024, 02:00 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Von Köbi Hefti

Zum zweiten Mal nach den Starts im finnischen Kuusamo ist Pascal Müller in dieser Saison in einer Weltcup­station dabei. In Oberstdorf (Deutschland) bestreitet er am Samstag und Sonntag zwei Wettkämpfe. Das erste Rennen über 10 km wird nach der traditionellen Gundersen-Methode ausgetragen. Der beste Skispringer läuft im Langlaufrennen als Erster los, während die weiteren Athleten mit dem auf der Schanze eingehandelten und in ­Sekunden umgerechneten Handicap die Verfolgung aufnehmen.

Am Sonntag steht dann das neue Compact-Format über 7,5 km auf dem Programm. Das ist ebenfalls ein Verfolgungsrennen. Die Zeitrückstände für den Lauf sind aber allein vom Rang beim Springen abhängig. Der Erste startet mit sechs Sekunden Vorsprung auf den zweiten und zwölf auf den Dritten. Danach reduzieren sich die Abstände zwischen den Startenden kontinuierlich bis auf zwei Sekunden. Nach 90 Sekunden und 35 Läufern werden alle übrigen Athleten zusammen auf die Strecke geschickt. Mit diesem neuen Format rückt das Feld näher zusammen, was zu spannenderen Rennen führen soll.

Es gibt technische Neuerungen

Müller fühlt sich derzeit gut und entspannt, obwohl es für ihn keine Festtagspause gab. Er hab das volle Programm absolviert, sagt der Oberurner Der Schwerpunkt lag dabei beim Skisprung. Er trainierte in Seefeld und in Oberstdorf. «Wir haben beim Material Optimierungen gefunden, und auch technisch gibt es Neuerungen.» Doch die Arbeiten auf seiner Baustelle ­dauern noch an. «Die Top-Sprünge werden besser, aber es mangelt mir an der Konstanz. Zu viele Sprünge sind nicht gut.»

Müller freut sich sehr auf diese Weltcup-Konkurrenz in Oberstdorf: «Wir springen auf meiner Heimschanze. Es ist perfektes Wetter angesagt, und es wird viele Zuschauer haben. Das werden coole Wettkämpfe.» Dass die Rennen in Oberstdorf und somit in Müllers Trainingsheimat stattfinden, stuft er als Vorteil ein. Das Springen findet auf der kleinen 106-Meter-Schanze statt, weil neben den Männern auch die Frauen gleichentags um Weltcuppunkte kämpfen. Müller bedauert es nicht, dass nur auf der kleinen Schanze gesprungen wird. «Das spielt derzeit keine Rolle, obwohl ich eher der Flieger bin», sagt er dazu.

Müllers Ziel ist, sich die nächsten Weltcuppunkte aufs Konto schreiben zu lassen. Zu seinem Plan sagt er: «Ich ­lege den Fokus allein auf die Leistung und den Moment, in dem ich gerade bin. So will ich gute Sprünge zeigen und umsetzen, woran wir während der letzten Wochen gearbeitet haben. Wenn mir dies gelingt, dann kommt es gut.»

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