Auch auf Alp da Schnaus soll Sonnenenergie geerntet werden
Magriel, Nalps und jetzt Camplauns: Der Energiekonzern Axpo setzt seine 2022 lancierte Solaroffensive in den Bergen der Surselva fort. Gemäss einer Medienmitteilung vom Dienstag ist das neue Vorhaben auf dem Territorium der Gemeinde Ilanz/Glion geplant, und zwar auf der Alp da Schnaus zwischen dem Crap Masegn und Ladir. Auf einer Fläche von rund 200'000 Quadratmetern sollen Solarpanels mit einer Leistung von 15 Megawattpeak pro Jahr etwa 22 Gigawattstunden Energie liefern. Das entspricht laut der Axpo-Mitteilung dem durchschnittlichen Stromverbrauch von mehr als 4700 Haushalten. Eine «bedeutende» Menge der Produktion soll dabei in den bedarfsstarken Wintermonaten anfallen.
Musterbeispiel für eine mehrfache Flächennutzung
Das Projekt solle ausserdem ein Musterbeispiel dafür werden, wie man Natur, Freizeitaktivitäten und Energieerzeugung verbinden könne, schreibt Axpo. Die mehrfache Flächennutzung kommt dadurch zustande, dass einerseits durch die Fläche der Alp da Schnaus weiterhin ein Korridor für die Weisse-Arena-Abfahrtspiste vom Crap Masegn nach Ladir führen soll. Andererseits wird in der Projektfläche auch ein Weg für Wandernde sowie Bikerinnen und Biker eingeplant, alles mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den Panels. Auf diese Weise sollen sowohl die Piste als auch die Routen für den Langsamverkehr ohne Einschränkung genutzt werden können. Als dritter Punkt ist schliesslich vorgesehen, das Land nach Fertigstellung der Anlage weiterhin als Weide nutzen zu können, wie Axpo betont.
Abstimmung in Ilanz/Glion voraussichtlich Ende November
Er sehe im Projekt «eine einmalige Chance, langfristige Erträge für die Gemeindekasse zu generieren und zur nachhaltigen Stromsicherheit der Schweiz beizutragen», wird Marcus Beer, Gemeindepräsident von Ilanz/Glion, in der Mitteilung zitiert. Das Stimmvolk der Gemeinde wird voraussichtlich am 26. November über das Vorhaben befinden können. Bei einem positiven Ergebnis will Axpo anschliessend die Projektplanung «finalisieren» und im Frühling 2025 mit dem Bau der «Ovra solara Camplauns» beginnen. Mit einer Teilinbetriebnahme wäre Ende 2025 zu rechnen.