Neuer Name für die CVP
Die CVP wagt die spektakulärste Neugestaltung in der Parteienlandschaft seit 39 Jahren. 1971 fusionierten Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und Demokraten zur SVP. Heute schlägt das CVP-Präsidium den Mitgliedern vor, die Partei auf nationaler Ebene in «Die Mitte» umzubenennen. Gleichzeitig soll sie mit der BDP fusionieren. 80000 Parteimitglieder entscheiden in einer Urabstimmung. Mit diesem Schritt möchte CVP-Präsident Gerhard Pfister die Partei wieder auf die Siegesstrasse bringen. Bis 2027 peilt er einen zweiten Bundesratssitz an. Er sei überzeugt: «Wenn wir den Aufbruch wagen, werden wir die Wahlen 2023 gewinnen.»
«Tiefe Gräben»
In Graubünden sei ein Zusammen- gehen der Kantonalparteien von CVP und BDP «wohl kaum ein Thema», sagt Pfister im Interview. Zu tief seien die politischen Gräben zwischen Katholiken und Protestanten. Im Gespräch äussert sich Pfister auch zu seiner Schulzeit in Graubünden und zu seinem Mandat am Hochalpinen Institut in Ftan. (ovm/obe)